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„Das Thema Nationalteam hat sich erledigt“

Basketball-Bundesliga: Branko Jorovic, der neue serbische Power Forward der New Yorker Phantoms, im nB-Interview.

Von Christoph Matthies, 31.08.2011

Braunschweig. Im Phantoms-Testspiel in Bremerhaven bewies Branko Jorovic mit sechs Assists bereits ein Auge für seine Mitspieler, beim ersten Heimtest legte er sieben Punkte und sechs Rebounds auf. Mit der nB sprach der 29-Jährige über seine serbische Herkunft und die Gründe für seinen Wechsel nach Braunschweig.

?Branko Jorovic, Sie gelten als sehr vielseitig. Auf welcher Position spielen Sie selbst am liebsten?

!Auf der Vier. Als Power Forward habe ich die Freiheiten zum Korb zu ziehen, Dreier zu nehmen oder Assists an meine Mitspieler zu geben. Ich kann auch auf der Drei spielen, aber auf der Vier fühle ich mich wohler.

?Im Gespräch wirken Sie sehr ruhig und gelassen. Können wir auf dem Spielfeld einen anderen Branko Jorovic erleben?

!Schon möglich. Ich versuche natürlich, auf dem Spielfeld alles richtig zu machen und meinen Mitspielern zu helfen. Da ist es normal, dass man sich auch mal ärgert, wenn man Fehler macht. Ich will nun einmal den Gegner schlagen und ihm nicht erlauben, gegen mich zu punkten. Die wichtigste Basketballregel lautet: Sei besser als der Gegner!

?Noch immer wird oft von der „jugoslawischen Basketballschule“ gesprochen. Was hat man sich darunter vorzustellen?

!Das ehemalige Jugoslawien hat viele großartige Spieler hervorgebracht und tut das immer noch. Serbien ist eine Basketballnation, es wird sehr viel Zeit in der Halle verbracht und an vielen Dingen gearbeitet, besonders am Wurf. Du erkennst es an seinem Spiel, wenn ein Basketballer aus Serbien kommt und diese jugoslawische Schule durchlaufen hat.

?Sie haben bei der WM 2006 für Serbien gespielt, bevor eine Verletzung Sie zurückwarf. Warum wurden Sie seitdem nicht wieder für das Nationalteam nominiert?

!Es war schwierig, nachdem ich nach meiner Rückenoperation fast ein Jahr lang pausieren musste. Danach musste ich quasi wieder von vorne anfangen und habe mich Jahr für Jahr verbessert. Ich glaube, dass ich jetzt, nach etwa vier Jahren, wieder da bin, wo ich vor der Verletzung war. Die serbische Auswahl hat jetzt einige neue, junge Spieler, mit denen sie zuletzt auch Erfolg hatte. Für mich hat sich das Thema Nationalteam damit erledigt.

?Zuletzt haben Sie in Griechenland gespielt. Warum haben Sie sich für die Phantoms entschieden?

!Ich habe viele gute Dinge über Deutschland gehört, über den deutschen Basketball und die Bedingungen hier. Ich mag neue Herausforderungen und wollte gern noch einmal die Kultur eines anderen Landes kennenlernen. Braunschweig bietet mir und meiner Familie eine gewisse Sicherheit. Und es ist eine schöne Stadt.
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