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„Das Stadion muss beben“

Will gegen Kaiserslautern noch einmal jubeln: Eintrachts Adam Matuschyk. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht im letzten Heimspiel des Kalenderjahres gegen Kaiserslautern – Reichel fehlt gesperrt.

Von Elmar von Cramon, 18.12.2015.

Braunschweig. Nach dem unglücklichen Ausscheiden im DFB-Pokal wollen Eintrachts Zweitliga-Fußballer morgen die letzte Partie vor der Winterpause gegen den 1.FC Kaiserslautern (Anstoß 13.30 Uhr) siegreich gestalten.

Zum 120-jährigen Vereinsjubiläum warten die Eintracht-Anhänger mit einer umfangreichen Choreographie auf und hoffen auf drei Zähler, die den Löwen mit etwas Glück zum Überwintern auf dem Relegationsrang verhelfen würden.
„Ich hoffe, dass die Leute den Pokalfight honorieren, die Mannschaft im letzten Spiel vor der Winterpause noch mal unterstützen und wir die Partie so gestalten, dass wir die drei Punkte hierbehalten“, richtet Torsten Lieberknecht vor dem ausverkauften Spiel einen Appell an die Fans.
Seine Mannschaft hatte er nach dem aufopferungsvollen Pokalfight mit einem zusätzlichen Tag Winterpause belohnt; sein Ärger über das Ausscheiden scheint zwei Tage nach dem 2:3 allerdings noch nicht verschwunden: „Wir hatten die feste Überzeugung, nicht nur diesen Fight abzuliefern, sondern auch eine Runde weiterzukommen. Dieser Traum ist uns geraubt worden.“ Nun will er die Niederlage jedoch abgehakt wissen, gibt sich kämpferisch und fordert von seinen Akteuren Gleiches: „Ein Spieler, der das Trikot von Eintracht Braunschweig trägt, hat die Pflicht, sofort wieder aufzustehen.“
Das war den Löwen in dieser Saison bisher stets gelungen, kein einziges Mal mussten sie zwei Niederlagen hintereinander einstecken. Folgerichtig beobachtete der 42-Jährige in den jüngsten Trainingseinheiten „die große Gier, auf die Niederlage eine Antwort zu finden.“ Trotzdem macht er auf die Auswärtsstärke der „Roten Teufel“ aufmerksam, die in der Hinrunde drei ihrer vier Auswärtssiege bei den Spitzenteams aus Bochum, Leipzig und Fürth einfahren konnten: „Der FCK ist ein Gegner, der auswärts schwer zu bespielen ist, weil er ein besseres Gesicht als zu Hause gezeigt hat.“
Definitiv ausfallen wird Ken Reichel, der in Sandhausen seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte. Zur Einsatzfähigkeit von Emil Berggreen und Marcel Correia, die in Stuttgart nicht mit dabei waren, konnte er vor der Partie keine Aussage machen: „Stand am Freitag kann ich nicht sagen, ob weitere Spieler ausfallen werden oder nicht.“
Mit Spannung erwartet er die große Choreographie, die von den Fans zum 120-jährigen Geburtstag Eintrachts erarbeitet worden ist: „Es war auch in der Mannschaft Thema, man ist zwar auf das Spiel fokussiert, trotzdem ist auch Freude dabei, das erleben zu dürfen.“ Dementsprechend möchte er im ausverkauften Rund des Eintracht-Stadions nach Ende der 90 Minuten auch einen Sieg seiner Mannschaft bejubeln können: „Wir müssen alles dafür tun, das Stadion muss beben!“
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Baffo, Decarli, Ofosu-Ayeh (Correia)- Boland, Schönfeld, Matuschyk, Omladic - Holtmann (Zuck), Khelifi - Berggreen (Ademi).
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