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Das Personalkarussell hat sich munter gedreht

Ist von Eintracht zu Union Berlin gewechselt: Benjamin Kessel. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: 196 Spieler wurden verpflichtet – Transferkrösus ist wie schon im Jahr zuvor RB Leipzig – Freiburg griff tief in die Tasche.

Von Elmar von Cramon, 17.07.2015.

Braunschweig. Eine Woche vor dem Start in die neue Saison hat sich das Personalkarussell bei den 18 Fußball-Zweitligisten munter gedreht: 196 Spieler wurden verpflichtet, während 194 Akteure ihren bisherigen Klubs den Rücken kehrten.

Transferkrösus ist wie schon im Jahr zuvor RB Leipzig: Der Verein des Getränkekonzerns Red Bull gab über 15 Millionen Euro aus, um einen weiteren Anlauf in Richtung Erstligaaufstieg zu unternehmen. Allein der Transfer von Bremens Davie Selke kostet den „Brauseklub“ acht Millionen Euro. Zusätzlich wechseln gleich sechs Spieler vom Mutterverein aus Salzburg in die Messestadt.
Auch Bundesligaabsteiger SC Freiburg griff für Zweitligaverhältnisse tief in die Tasche und gab vier Millionen Euro aus. Unter anderem eiste man Nils Petersen für 2,8 Millionen Euro von Werder Bremen los. Zuvor hatten die Breisgauer aber auch ordentlich verdient: Satte 22 Millionen Euro an Ablösesummen spülten die Transfers begehrter Akteure wie Admir Mehmedi (Leverkusen) oder Roman Bürki (Dortmund) in die Klubkasse.
Ein bisschen weniger Geld nahm der 1. FC Kaiserslautern in die Hand und gab rund zwei Millionen Euro für frische Kräfte wie Patrick Ziegler (Paderborn) oder Daniel Halfar (Köln) aus. Allerdings verließen wichtige Kräfte wie Dominique Heinz (Köln), Willi Orban (Leipzig) oder Keeper Tobias Sippel (Gladbach) die roten Teufel.
Auch Fortuna Düsseldorf knackte bei gezahlten Ablösesummen die Millionengrenze und reinvestierte die Ablösesumme für Torjäger Charlie Benschop (für 1,5 Millionen Euro nach Hannover) fast vollständig in Spieler wie Sercan Sararer (Stuttgart) oder Mike van Duinen (ADO Den Haag).
Der SC Paderborn, zweiter Absteiger aus dem Oberhaus, setzt hingegen auf ablösefreie Kräfte: Marcel Ndjeng (Hertha BSC), Niklas Hoheneder (Leipzig) oder Nick Proschwitz (FC Brentford) verstärken die Westfalen für die Mission Bundesligarückkehr. Letzteren hatten die Ostwestfalen vor drei Jahren noch für 3,3 Millionen Euro an Premier-League- Club Hull City verkauft.
Auch bei Greuther Fürth ist Ablösefreiheit Trumpf: Die Franken angelten sich Sebastian Mielitz (Freiburg), Tom Trybull (St. Pauli), Veton Berisha (Viking Stavanger) und den Ex-Braunschweiger Domi Kumbela (Karabükspor).
Eine Reihe von Klubs beschreitet einen goldenen Mittelweg, investierten eine sechsstellige Summe in Verstärkungen: Neben Bochum, Nürnberg, Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim gehört auch Eintracht dazu.
Kaum auf dem Transfermarkt aktiv waren übrigens St. Pauli und 1860 München: Nur jeweils zwei externe Neuzugänge wurden bislang unter Vertrag genommen.
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