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„Das nächste große Brett“

Durchsetzungsvermögen ist gefragt: Wie hier Eintrachts Orhan Ademi im Spiel gegen Schalke. SH

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet am Sonnabend im Stadion Bayer Leverkusen

Von Elmar von Cramon, 30.10.2013.

Braunschweig. Die Rollenverteilung ist eindeutig: Wenn Fußball-Erstligist Eintracht Braunschweig am Sonnabend um 15. 30 Uhr im Stadion auf Bayer Leverkusen trifft, käme jedes Resultat außer einem Sieg für die Rheinländer einer Überraschung gleich.

„Das ist für uns das nächste große Brett“, weiß Torsten Lieberknecht, der nicht darauf spekuliert, dass der Champions-League-Teilnehmer die Blau-Gelben ob des Tabellenstandes unterschätzt: „Ich glaube nicht, das so etwas in der 1. Liga passiert. Für uns ist die Partie so ähnlich wie ein Pokalspiel: Wir können nur etwas holen, wenn wir uns in optimaler Tagesform präsentieren und vielleicht sogar ein paar Prozent darüber hinaus abrufen.“
Besagte Form hatten die Blau-Gelben in dieser Spielzeit schon einige Male gezeigt, vor allem gegen Wolfsburg und Schalke. Vergangenen Sonnabend gelang dies jedoch nicht, sodass gegen Mainz am Ende ein verdientes 0:2 stand: „Das ärgert mich, denn hätten wir nur annährend an die zuvor gebrachten Leistungen angeknüpft, wären wir garantiert nicht als Verlierer vom Platz gegangen“, so der 40-Jährige.
Stattdessen wurde die blau-gelbe Defensive zweimal von langen Bällen der Mainzer ausgehebelt, vor denen Lieberknecht in der Spielvorbereitung noch explizit gewarnt hatte: „Beim 1:0 ist der Ball 50 Meter in der Luft, Ermin Bicakcic hätte besser auf die innere Position rücken müssen“, sah Lieberknecht vor allem den bosnischen Nationalspieler in der Verantwortung. Beim zweiten Gegentreffer führten Mirko Boland und Norman Theuerkauf eine Ecke zu hastig aus, noch bevor alle Akteure ihre Positionen im gegnerischen Strafraum eingenommen hatten. Anschließend konterten die Mainzer mustergültig und kamen so zur Vorentscheidung. „Da haben wir uns naiv verhalten“, findet der Eintracht-Trainer und fordert eine höhere Effektivität nach Standards: „Wir schlagen zu wenig Kapital daraus, obwohl wir dort in den vergangenen Jahren unsere Stärken gehabt haben.“
Ob Bayer-Leihgabe Karim Bellarabi mithelfen kann, die Eintracht-Offensive zu beleben, ist aufgrund einer Oberschenkelzerrung noch fraglich. Ken Reichel, der quasi mit dem Schlusspfiff eine schwere Wadenprellung erlitt, soll bis Sonnabend wieder zur Verfügung stehen. Außerdem erfreulich: Marcel Correia wird nach rund zweimonatiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und sich auf sein Comeback vorbereiten, das bei den Langzeitverletzten Jan Hochscheidt und Marjan Petkovic noch nicht absehbar ist.
So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Dogan, Bicakcic, Elabdellaoui (Kessel) - Perthel, Theuerkauf, Caligiuri (Kratz) - Boland, Bellarabi (Kruppke) - Ademi (Kumbela).
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