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Das Ende der Playoff-Träume

Topscorer in Göttingen: Derrick Allen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Löwen verlieren Derby in Göttingen mit 67:77 (34:39).

Von Christoph Matthies, 24.04.2015.

Braunschweig. Mit der 67:77-Niederlage am Freitagabend in Göttingen ist die erhoffte Playoff-Qualifikation für Braunschweigs Bundesliga-Basketballer in unerreichbare Ferne gerückt. Nach einem schwachen Start kamen die Löwen zwar zurück ins Spiel, brachten sich in den Schlussminuten aber wieder um den Lohn ihrer Mühen.

Ein erstes Viertel zum Vergessen brachte die Löwen früh ins Hintertreffen, nach zehn Minuten sah es sogar ganz schlecht aus. Bis auf 27:11 hatten sich die Gastgeber davongestohlen und wirkten hungriger auf den Playoff-Einzug als die Braunschweiger.

Vor den Augen von Bundestrainer Chris Fleming, der auch Braunschweigs Maurice Pluskota unter die Lupe nahm, zeigten die Löwen in den zweiten zehn Minuten ihr anderes Gesicht. Der angesprochene Pluskota, vor allem aber Top-Athlet Trent Lockett sorgten nun für die für eine Aufholjagd nötige Energie. Der Mann aus Minnesota reihte eine gute Szene an die nächste, fand seine Mitspieler, klaute den Ball in der Pressverteidigung und traf vier Minuten vor der Pause auch den ersten Löwen-Dreier. Zwei dynamische Lockett-Korbleger und fünf Punkte von Derrick Allen später stand Lockett 20 Sekunden vor der Halbzeitsirene an der Freiwurflinie, traf einen von zwei Versuchen – und die Braunschweiger hatten sich, trotz neun Ballverlusten in der ersten Hälfte, wieder bis auf 34:39 an die Göttinger, die im zweiten Viertel nicht mehr den Biss der Anfangsminuten gezeigt hatten, herangepirscht.

Ein Putback-Dunk von Pluskota bedeutete die ersten Löwen-Punkte im dritten Viertel (36:41). Zweieinhalb Minuten später war das Spiel dann wieder völlig offen, als Derrick Allen den Ball klaute und selbst per Fastbreak-Dunk auf 42:43 verkürzte. Nach 25 Minuten sorgte der blendend aufgelegte Derrick Allen mit seinen Punkten 15 und 16 gar für die erste Braunschweiger Führung seit den Anfangsminuten (46:45). Der Bann war nun gebrochen, die Gäste setzten sich schnell bis auf sechs Punkte ab – auch, weil Immanuel McElroy nun seine Chancen am Brett suchte und nutzte.

Göttingen steckte allerdings nicht auf, besann sich auf seine Kampfkraft und ließ die Braunschweiger nicht weiter enteilen. Der Schlussabschnitt wurde ein Ringen auf Augenhöhe – lange Zeit mit einem knappen Vorsprung für die Löwen. Die Wende brachte mit David Godbold einer der Göttinger Rollenspieler, die Löwen-Coach Raoul Korner unbedingt im Zaum halten wollte. Mitte des Schlussviertels traf der begabte Dreierschütze gleich zwei Würfe von Downtown und brachte den Göttingern damit die 69:67-Führung und das Momentum. Den Löwen gelang nun gar nichts mehr, während die Göttinger cool bis auf 77:67 erhöhten, ihre eigenen Playoff-Chancen wahrten und die der Löwen endgültig zunichte machten.

Für die Löwen punkteten: Allen 20, Abromaitis 13, Lockett 11, Visser 9, Pluskota 4, McElroy 4, Simon 4, Joyce 2.
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