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Coach hofft auf Wunder

Kopfballduell: Eintrachts Ermin Bicakcic gegen Robert Lewandowski (Dortmund). Foto: Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet Freitag Borussia Dortmund.

Von Elmar von Cramon, 29.01.2014.

Braunschweig. Unter normalen Umständen dürften sich Eintrachts Erstliga-Fußballer am Freitagabend keine allzu großen Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen.

Denn mit Champions-League-Finalist Borussia Dortmund gastiert ab 20.30 Uhr eine der besten Mannschaften Europas im Eintracht-Stadion. Allerdings kommen die Schwarz-Gelben angeschlagen in die Löwenstadt, nachdem der Rückrundenauftakt mit dem 2:2 gegen Augsburg unbefriedigend ausfiel und das Starensemble von Verletzungspech geplagt wird.
„Mir wäre es lieber, die Dortmunder würden mit der vollen Kapelle anreisen, denn auch jene Musiker, die jetzt noch übrig sind, können ordentlich spielen“, macht Torsten Lieberknecht deutlich, dass seine Mannschaft in jedem Fall über sich hinauswachsen muss, um gegen den BVB eine Chance zu besitzen. „Ich hoffe, dass wir einen guten Plan entwickeln werden, wir wissen natürlich, wie stark Dortmund ist. Alle, und damit meine ich neben meinen Spielern auch die Fans, müssen alles aus sich herausholen, um vielleicht diesen Moment wie gegen Bayer Leverkusen zu bekommen“, hofft der Eintracht-Coach auf ein „Wunder“ wie zuvor gegen das Werksteam, dass im Hexenkessel an der Hamburger Straße überraschend mit 0:1 verloren hatte.
Der Rückrundenauftakt ist mit dem 0:0 gegen Werder Bremen jedenfalls schon mal geglückt. Zwar hatten die Blau-Gelben nach einem Pfostenschuss von Philipp Bargfrede und einem zu Unrecht aberkannten Tor von Eljero Elia Glück, hätten durch Neuzugang Havard Nielsen aber auch selbst in Führung gehen können: „Der Punkt hilft uns dabeizubleiben, nach der Ergebniskonstellation am Sonnabend lag natürlich Druck auf meiner Mannschaft, den sie sehr gut weggesteckt hat. Wichtig ist, dass nun noch mehr Teams unten mit dabei sind, gegen die wir zu Hause noch spielen“, ist Lieberknecht trotz der Siege von Freiburg und Nürnberg zufrieden.
Dass Nielsen (noch) nicht traf, ist für den 40-Jährigen ebenfalls kein Beinbruch: „Havard war mit 12,81 Kilometern der laufstärkste Spieler auf dem Platz. Außerdem hat er seine Gefährlichkeit angedeutet, muss aber noch ruhiger werden. Ich bin mir sicher, dass er das schnell lernen wird“, lobt Lieberknecht.
Am Wochenende stehen neben den Langzeitverletzten Torsten Oehrl und Gianluca Korte auch Dennis Kruppke und Marco Caligiuri (Trainingsrückstand) nicht zur Verfügung. Fraglich ist neben Damir Vrancic auch Timo Perthel, dessen Gelb-Rot-Sperre zwar abgelaufen ist, der aber wie auch der Bosnier angeschlagen ist.
Gespannt darf man sein ob Karim Bellarabi wieder in der Startelf stehen wird, der gegen Bremen fehlte: „Karim ist für uns in der Offensive ein sehr wertvoller Spieler, muss aber noch besser nach hinten arbeiten. Außerdem wollte ich im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel nicht zuviel verändern“, begründet der Eintracht-Coach seine Maßnahme.
So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Dogan, Bicakcic, Elabdellaoui - Theuerkauf - Hochscheidt, Boland, Nielsen (Pfitzner), Bellarabi - Ademi (Kumbela).
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