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Chaoten stören das Spiel

Verboten und gefährlich: Sogenannte Bengalos wurden am Freitagabend in beiden Fankurven im Stadion in Hannover abgebrannt. Foto: Susanne Hübner
Fast 50 000 friedliche Fußball-Anhänger erleben ein 0:0 zwischen Braunschweig und Hannover. Von Ingeborg Obi-Preuß, 10.11.2013.
Braunschweig. „0:0 - dieses Ergebnis hat uns direkt in die Hände gespielt“, sagte Polizeisprecher Jochen Grande gestern einen Tag nach dem Fußball-Derby Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96.
„In Braunschweig gab es weder bei der Abfahrt der Fans noch bei ihrer Rückkehr in der Nacht Probleme“, sagte der Polizeisprecher.
In Hannover sah es anders aus, die befürchteten großen Krawalle blieben aber aus. „Es sind immer nur wenige Hundert Chaoten, die so radikal unterwegs sind“, beschreibt Grande, doch richteten sie viel Schaden an. Die Polizei Hannover meldet 14 leicht verletzte Beamte und vier Festnahmen. 96-Präsident Martin Kind nannte das Verhalten einiger Fangruppen „beschämend“ und „inakzeptabel“: „Es ist nicht erklärbar, wie sie so viel Pyrotechnik in den Block bekommen“, sagte er. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius kritisierte die Ansetzung des Spiels auf einen Freitagabend.
„Das Konzept ist aufgegangen“, beurteilte Polizeisprecher Jochen Grande den Verlauf des Niedersachsen-Derbys. Das Nachbarschaftsduell galt wegen der besonderen Rivalität der Fans als Hochrisikospiel. „Insgesamt waren in beiden Städten fast 2000 Beamte im Einsatz“, sagte Grande. Auch die demonstrativen Aktionen weit vor dem Spiel für Fairness und Respekt hätten Wirkung gezeigt. Dennoch wurden rund 850 gewaltbereite Hooligans registriert. „Dass es vergleichsweise gutging, und nicht mehr passiert ist, liegt sicher an der hohen Präsenz der Polizei“, sagte Grande. Randalierende Fans beider Vereine hatten versucht, das Stadion zu stürmen, konnten aber mit Schlagstöcken und Pfefferspray zurückgedrängt werden. Auf einen massiveren Einsatz sei verzichtet worden, um Unbeteiligte nicht zu gefährden, heißt es in einer Bilanz der Polizeidirektion Hannover.
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