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Chancenlos und Spaß dabei

Zumindest Dyshawn Pierre sollte in Sachen Athletik mit den Ulmern mithalten können. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Gegen Ulm haben die Löwen am Sonntag (15.30 Uhr) nichts zu verlieren.

Von Christoph Matthies, 10.02.2017.

Braunschweig. Es ist das schwerste und zugleich das leichteste Spiel der Saison: Die Löwen-Basketballer empfangen am Sonntag (15.30 Uhr, VW-Halle) den noch ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer aus Ulm.

Mit 19 Siegen in Folge sind die Ulmer auf Rekordkurs, selbst BBL-Spitzenteams wie Bamberg oder der FC Bayern München konnten die fast schon unheimliche Serie der Schwaben nicht stoppen. „Ulm ist eine Klassemannschaft“, sagt auch Löwen-Trainer Frank Menz, „sie haben eine Wahnsinnsqualität und spielen extrem schnell.“

Besonders auf dem Flügel steht Trainer Thorsten Leibenath mit Spielern wie Liga-Topscorer Raymar Morgan, Chris Babb oder Da’Sean Butler außergewöhnlich viel Athletik zur Verfügung, die für gegnerische Teams regelmäßig zum Matchup-Albtraum wird. Einen weiteren Grund für die sensationelle Serie der Ulmer sieht Menz in ihrer Kontinuität: „Sie haben vor der Saison fast die komplette Mannschaft gehalten und optimal ergänzt.“

Der Oberlöwe hofft, am Sonntag auf seine komplette Mannschaft zurückgreifen zu können. Nico Simon ist nach kurzer Grippepause wieder ins Training eingestiegen, Luis Figge soll nach überstandener Verletzung weiter langsam herangeführt werden.

Im Vergleich zum Saisonbeginn betont Menz die Fortschritte, die sein Team offensiv gemacht habe, was sich auch in den Wurfquoten ablesen lasse. In Zukunft soll die Defensive noch stärker in den Fokus genommen werden. Und da ist noch ein anderer Bereich, in dem Menz weitere Fortschritte sehen will. „Wir erreichen jetzt einen neuen Saisonabschnitt, den wir nutzen wollen, um uns konditionell auf ein sehr gutes Niveau zu bringen“, sagt er in Hinblick auf den Spielplan. Denn nach der Ulm-Partie haben die Löwen viel Zeit zum Trainieren und nur ein Pflichtspiel in einem Monat – und das wird gegen Serienmeister Bamberg wohl ähnlich aussichtslos wie gegen Ulm.

Oder ist die Partie gegen den Spitzenreiter um National-Point-Guard Per Günther gar nicht so aussichtslos?

„Wir haben in diesem Spiel keinen Druck – außer dem Druck, dass wir gut spielen wollen“, erklärt Menz, der immer wieder betont hat, dass sein unerfahrenes Team am besten abliefere, wenn es befreit und ohne Druck aufspielen könne. Über einen möglichen Überraschungssieg möchte der ehemalige Nationaltrainer gegen das vermeintliche Über-Team aus Ulm dennoch nicht spekulieren. Nur so viel: „Warum sollten die nicht auch mal einen schlechten Tag haben?“
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