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BTSC ist Weltmeister

Weltmeisterschaft der Formationen Standard gestern in der (fast) ausverkauften VW-Halle.

Von Marion Korth, 27.11.2011.


Braunschweig. Nur Fliegen kann noch schöner sein: Die Standard-A-Formation des BTSC ist neuer Weltmeister! Unter dem Jubel des Publikums wurde gestern die Traumnote in der (fast) ausverkauften VW-Halle verkündet: Sechs der Jurymitglieder vergaben eine Eins, nur einmal gab es die Note zwei. Aber es war denkbar knapp, die sechs Formationen im Finale lagen im tänzerischen Ausdruck dicht beieinander. Das zeigt sich auch daran, dass das polnische Team sowie Vera Tyumen aus Russland sich den zweiten und dritten Platz teilen, auf Platz vier folgt Ludwigsburg, danach Impuls Cheliabynsk und Univers Minsk auf Platz sechs. Obwohl die Kleider der Braunschweiger in Schwarz und Weiß gehalten sind, gab es in ihrem umjubelten Auftritt nur Licht, der Titel ist verdient.

Werden die Nerven der Belastung standhalten? Das war eigentlich die einzige Frage, die sich gestern Abend stellte, denn die amtierenden Deutschen Meister hatten ja gerade erst vor zwei Wochen gezeigt, dass sie sich tänzerisch auf höchstem Niveau bewegen.
Gestern Nachmittag stellten sie erneut ihre Spitzenform unter Beweis, meisterten souverän die Vorrunde. Als starke Konkurrenten stellten sich – wie erwartet – die amtierenden Weltmeister Lotos Jantar aus Polen sowie Vera aus Tyumen in Russland vor. Insgesamt rückten 14 Formationen ins Semifinale vor. Darunter auch ein Team aus der Mongolei, das erstmals den weiten Weg nach Braunschweig hinter sich gebracht hatte. Nach der ersten Runde dieser Weltmeisterschaft konnte Trainer Rüdiger Knaack jedoch beruhigt sein und für sein Team (zu Recht) das Beste hoffen.
Die neue Choreographie „Immortality“ wird Braunschweigs Tänzer zwar nicht unsterblich machen, aber sie setzt völlig neue Maßstäbe. Es ist ein Tanz auf Messers Schneide, denn wohl niemals zuvor hat eine Musik mit ihrer treibenden Dynamik den Tänzern so viel abverlangt. Absolute Perfektion ist Voraussetzung, damit die schnellen Schrittfolgen und Wechsel ihre kraftvolle Ausstrahlung voll entfalten können und nicht zu atemlosem Gehetze werden. Aber wie von Zauberhand gezogen, fanden die Paare ihren Weg, nahmen der klanglichen Kampfansage durch wunderschöne Breaks und Bilder die Härte.
Joachim Llambi, seit „Let’s dance“ als Deutschlands „härtester Tanzkritiker“ bekannt, war jedenfalls beeindruckt und hob besonders die hervorragende Einzelleistung der Paare hervor.
Rüdiger Knaack hat mit „Immortality“ voll auf Risiko gesetzt, aber damit aktuell gezeigt, wer im deutschen Tanzsport und vielleicht sogar weltweit (das wird der Abend zeigen) verdient an der Spitze steht. Dagegen sah die Vorführung von Braunschweigs Dauerkonkurrent, dem 1. TC Ludwigsburg, fast müde aus.
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