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BTSC in geheimer Mission

Rüdiger Knaack feilt beim Formationspaar Nadine Geisler und Dustin Metz an der exakten Tanzhaltung. Foto: Thomas Ammerpohl

Niemand außer den Formationstänzern kennt die neue Choreografie – WM am 1. November.

Von Martina Jurk, 22.10.2014.

Braunschweig. Mit einer nagelneuen Choreografie geht die A-Standardformation des Braunschweiger Tanz-Sport-Clubs (BTSC) bei der Weltmeisterschaft am 1. November in der VW-Halle an den Start. Bis dahin sind Thema, Musik und Kleider streng geheim.

Dass Cheftrainer Rüdiger Knaack immer ein gutes Händchen bei der Ideenfindung hat, spiegeln seine Erfolge wider: Alle neun WM-Titel holte der BTSC mit ihm, dazu 16 deutsche und zehn europäische Meisterschaften. Mit Immortality hat er die Formation zuletzt im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich gemacht.
Knaacks Anspruch an höchste tanzsportliche Leistungen ist fast schon legendär. Mehr geht nicht, könnte man meinen, wenn man an Immortality denkt. Was soll nach dem Musikarrangement von Oscar-Preisträger Hans Zimmer noch kommen? „Moderne Popmusik mit Gesang, Titel, die man häufig im Radio hört und einige, die man gar nicht kennt“, verrät Rüdiger Knaack.
Bei der Recherche im Internet für die neue Choreografie sei er auf einen Titel gestoßen, um den herum er dann andere, passende Stücke gesucht habe. „Die Aussage der Musik ist sehr emotional. Ich hoffe, sie packt die Zuschauer.“ Der Trainer verspricht ihnen Gänsehaut.
Seit sechs Monaten trainiert die Formation, und die neue Musik verlangt alles von den Tänzern ab. „Die Tempiwechsel sind noch extremer, die Tanzhaltung geschlossener. Das ist physisch sehr anstrengend und fordert von den Paaren viel Aufmerksamkeit“, beschreibt Knaack die Anforderung. Die passenden Kleider dazu seien aus einem Stoff, der sehr angesagt sei.
Nicht nur die Braunschweiger gehen mit einem neuen Thema in den Wettkampf. Auch der russische Titelverteidiger Vera Tyumen kommt mit neuem Programm aufs WM-Parkett. In der Riege der Favoriten, die den Titel unter sich ausmachen werden, befindet sich auch der 1. TC Ludwigsburg, der mit bekannter Choreografie an den Start geht. Gewinnen die Braunschweiger, sind sie zusammen mit den Ludwigsburgern Rekordweltmeister. Die insgesamt 14 startenden Mannschaften kommen aus den Niederlanden, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Weißrussland, Russland, Mongolei und Deutschland.
Fünfmal wurden bislang Weltmeisterschaften in Braunschweig ausgetragen. Der BTSC hofft auf den Heimvorteil. Viermal hat es schon geklappt.
Ursprünglich war Braunschweig gar nicht als Austragungsort der WM vorgesehen, sondern erneut Russland. Weil die Titelkämpfe dann zweimal in Folge dort stattgefunden hätten, hat das der Tanzsport-Weltverband korrigiert. Braunschweig – bewährt bei der Ausrichtung von nationalen und internationalen Meisterschaften – ist kurzfristig als Alternative eingesprungen.
Zehn Tage vor der WM trainiert Rüdiger Knaack fast täglich mit der Formation. „Wir müssen noch mehr Stabilität und Sicherheit in den Vortrag bringen“, gibt der Trainer vor. Er weiß, trotz der harten Arbeit freuen sich die Tänzer darauf, Publikum und Wertungsrichter mit der neuen Kür zu überraschen. Die Stimmung im Team sei außergewöhnlich gut, der Umgang miteinander sehr respektvoll.
Die Vorrunde beginnt um 14 Uhr, die Finalrunde um 20 Uhr. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de .
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