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BTSC geht als Favorit aufs Parkett

Die BTSC-Standardformation bei der WM in Tyumen. Foto: Helmut Roland/oh

Deutsche Meisterschaft der Formationen am Sonnabend in der VW-Halle.

Von Martina Jurk, 03.11.2013.

Braunschweig. Die Eliten des deutschen Formationstanzsports Latein und Standard ermitteln am Sonnabend (9. November) in der Volkswagenhalle ihre Meister. Der Titelverteidiger bei den Standardformationen, das A-Team des Braunschweiger Tanz-Sport-Clubs (BTSC), ist der klare Favorit und könnte zum 16. Mal als Deutscher Meister vom Parkett gehen.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat Cheftrainer Rüdiger Knaack, der seit 25 Jahren Spitzenleistungen beim BTSC hervorbringt. Als neunfacher Weltmeister, zehnfacher Europa- und 15-facher Deutscher Meister ist die A-Formation das Aushängeschild des BTSC. Die nB sprach mit dem Trainer.

?Ist ein Titel für einen so erfolgreichen Trainer wie Sie immer noch ein Anreiz?

!Natürlich. Ich bin zielstrebig. Es geht ja auch um die Qualifikation für EM und WM. Wir haben auch immer wieder neue Sportler in der Mannschaft, die ihre Ziele erreichen wollen. Ich freue mich, wenn sie Erfolg haben. Seit dem Sommer haben wir vier neue Tänzer eingearbeitet. Die Mannschaft hat das so gut kompensiert, ihre Leistung ist außergewöhnlich.

?Sie sehen die Formation demnach ebenfalls als klaren Favoriten für den Titel?

!Auf jeden Fall. Sogar Norman Beck, Trainer des Konkurrenten 1. TC Ludwigsburg, erkannte bei der Weltmeisterschaft Ende September im sibirischen Tyumen an, dass der BTSC tänzerisch nicht zu schlagen ist. (Der BTSC wurde Vizeweltmeister hinter Vera Tyumen und vor Ludwigsburg / Anm. der Redaktion).

?Ihr Team tanzt die dritte deutsche Meisterschaft mit derselben Choreographie „Immortality“. Wäre nicht längst Zeit für ein neues Thema?

!Ja schon, aber wir haben früh im Jahr an den erstmalig ausgetragenen World Dance Sport Games in Taiwan teilgenommen und gewonnen und anschließend an der WM. Zu beiden Wettbewerben wollten wir nicht mit etwas Neuem fahren.
„Immortality“ ist ausgereift, von hoher Qualität und gibt so viel her. Das Braunschweiger Publikum hat die Choreographie auch lange nicht mehr gesehen.


?Der BTSC hat aber ja mit „Immortality“ bewiesen, dass man mit einer neuen Kür auf Anhieb alle Titel gewinnen kann.
!Versprochen, nach der Bundesligasaison im Frühjahr nächsten Jahres beschäftigen wir uns dann mit einer neuen Choreographie.

?Wurmt Sie der zweite Platz bei der WM noch?

!Natürlich strebt man nach dem Bestmöglichen. Der Tenor in der Öffentlichkeit war aber sehr positiv. Alle haben anerkannt, dass wir eine Top-Leistung abgeliefert haben.

?Woran lag es dann?

!Sicherlich hatte der Gastgeber Vera Tyumen Heimvorteil, den er nutzte. Aber es ist immer wieder das ewige Problem, dass von Wertungsrichtern Showelemente höher bewertet werden als die tänzerische Qualität. Juroren müssen das erkennen und berücksichtigen.

?Interessiert Sie auch, was die Lateinformationen bieten?
!Auf jeden Fall, da geht die Post ab. Das Publikum kann sich auf Top-Tänzer freuen.
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