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Braunschweiger Machtdemonstration

Lions-Runningback David McCants steuerte drei Touchdowns zum Sieg bei. (Foto: Karsten Reißner)

Da treffen die beiden Spitzenteams der Liga aufeinander – und nach dem Spiel bleibt nur eines übrig. Was die Dresden Monarchs am Samstag im Eintracht-Stadion in die Waagschale geworfen haben, war nicht ansatzweise genug, um gegen die New Yorker Lions zu bestehen. Der 47: 7-Sieg spiegelt das Kräfteverhältnis eindeutig wieder.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Die Dresden Monarchs sind mit Ambitionen nach Braunschweig gereist. „Wir haben vor dem Spiel gesagt: Wir zeigen unser bestes Spiel, auf Augenhöhe. Das war nicht der Fall“, stellte Monarchs-Cheftrainer John Leitjen frustriert fest. Der Grund: Eigene Fehler und eine extrem starke Lions-Abwehr

In der Offensive wurden die Sachsen von den Lions stark limitiert. Die Defense Line baute wie schon in den Spielen zuvor starken Druck auf. Die Monarchs Offense Line war dem nicht gewachsen. So funktionierte das Dresdner Laufspiel so gut wie gar nicht. Das Passspiel litt unter dem Zeitdruck von Quarterback Garrett Safron. In den Spielen zuvor erreichten rund 70 Prozent seiner Pässe ihr Ziel. Gegen die Lions war es gefühlt jeder dritte Pass. Die Monarchs probierten es zunächst recht erfolgreich mit vielen Comeback-Routen, aber als die Lions-Defense sich darauf eingestellt hatte, fehlte es an Ideen. Der Top-Receiver der Gäste, Sebastian Sagne, wurde von Lions-Cornerback Tissi Robinson abgeschirmt und blieb wirkungslos. „Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert“, bilanzierte Dresdens Defense End Paul Krems.

Anders Braunschweigs Top-Passempfänger: Niklas Römer brachte die Lions mit zwei Touchdowns vor der Pause auf Sieg-Kurs. Dabei schlug er zweimal seinen Bewacher William James im Eins-gegen-Eins-Duell und Quarterback Casey Therriault hatte das Auge und die Präzision, um Römer anzuspielen. „Seine Qualität hat mit den Unterschied ausgemacht. Das waren nicht nur unsere mentalen Fehler“, befand Leitjen anerkennend. Dass der Sieg so deutlich ausfiel, war auch für die Braunschweiger überraschend. „Es war auf jeden Fall unerwartet“, sagte Römer und sah in der Lions-Defense den Hauptgrund für den Klassenunterschied. Sein Trainer Troy Tomlin bestätige ihn darin und zeigte sich „auf jeden Fall sehr glücklich“ mit dem Sieg und richtete den Fokus schnell auf das anstehende Spiel. Am Samstag treffen die Lions in Frankfurt im Big6-Finale auf Frankfurt Universe. „Bis dahin gibt es noch Sachen zu verbessern, unsere Extrapunkte haben nicht ganz so gut funktioniert“, sagte Tomlin. Das Rezept vor dem Endspiel hält der Trainer derweil simpel: „Wir machen unsere Vorbereitung, zeigen unser Bestes und hoffentlich gewinnen wir. Frankfurt ist sehr stark“, betonte Tomlin.
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