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Braunschweig siegt in Phoenix-Manier

James Florence, hier gegen Bremerhaven, war im letzten Viertel kaum zu stoppen. Foto (Archiv): SH

Basketball-Bundesliga: Die New Yorker Phantoms gewinnen ein Offensivspektakel in Hagen mit 105:100 (51:52)

Von Christoph Matthies, 27.10.2013.

Braunschweig. Nur nicht das Tempo des Gegners aufzwängen lassen, war die einhellige Meinung vor der gestrigen Partie der Phantoms bei Phoenix Hagen. Der unerwünschte Fall trat ein – und trotzdem gingen die Braunschweiger am Ende mit 105:100 (51:52) als Sieger vom Feld.

Dass den Phantoms auswärts bisher noch kein Sieg gelungen war, hatte nicht zuletzt an den schwachen Wurfquoten aus der Dreierdistanz gelegen. Gestern Abend sah das viel besser aus: Zur Halbzeit hatten die Braunschweiger beindruckende sieben ihrer elf Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie getroffen. Entscheidenden Anteil an der Traumquote von 64 Prozent hatte Phantoms-Scharfschütze Isaiah Swann, der nach seinem Totalausfall in Ludwigsburg wieder ganz der Alte zu sein schien. Als beim Stand von 51:52 aus Braunschweiger Sicht die Halbzeitsirene ertönte, hatte das Ausnahmetalent in der Offensive bereits 15 Zähler (vier Dreier) auf seinem Konto.
Die 3145 Zuschauer in der Hagener Ischeland-Halle, die mittlerweile nach einem Energieversorger benannt ist, sahen das erwartet schnelle, offensivlastige und attraktive Basketballspiel. Phoenix, die temporeichste Mannschaft der Liga, profitierte zunächst von der guten Form des Ex-Braunschweigers Nikita Khartchenkov, der zu Beginn des zweiten Viertels seinen zweiten Dreier durch die Reuse jagte (31:26). Zeitweise gutes Passspiel der Braunschweiger wurde immer wieder unterbrochen von unnötigen Ballverlusten, die dem schnell umschaltenden Gastgeber das Punkten einfach machten.
Die Partie wäre vielleicht schon früh zugunsten der Westfalen entschieden gewesen, hätte Kyle Visser nicht wie schon in Ludwigsburg einen Sahnetag erwischt. Der Center nutzte seine Längenvorteile am Brett und erzielte ein starkes Double-Double. Im spannenden und heiß umkämpften Schlussviertel war es dann aber besonders James Florence, der seine Phantoms auf die Siegerstraße brachte. 15 Punkte erzielte der Aufbauspieler zwischen der 32. und 38. Minute, einen Sieben-Punkte-Rückstand fünf Minuten vor Schluss verwandelten die Braunschweiger in einen 105:100-Auswärtserfolg. Die Dreierquote lag da immer noch bei ordentlichen 48 Prozent.
Für die Phantoms spielten: Visser 22, Florence 21, Swann 20, McElroy 14, Doornekamp 14, Nana 9, Zazai 5, Kulawick.
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