Anzeige

Braunschweig ohne vier und am Ende ohne Chance

Basketball: Phantoms verlieren im Pokal-Halbfinale mit 64:77 gegen Bonn – Heute gegen Ulm.

Von Christoph Matthies, 25.03.2012

Bonn. Gegen Gastgeber Bonn gab es für die Phantoms gestern Abend im mit 6000 Zuschauern ausverkauften Telekom-Dome nichts zu holen. Am Ende siegten die Rheinländer deutlich mit 77:64 (41:37).

Ohne vier Stammkräfte sind in einer ausgeglichenen Spielklasse wie der Basketball-Bundesliga nur schwerlich Spiele zu gewinnen. So stimmten auch die vermeintlichen „eigenen Gesetze“ im Pokalwettbewerb die rund 200 mitgereisten Braunschweiger Fans nur wenig zuversichtlich, als diese noch vor Spielbeginn schlechte Nachrichten erfuhren: Neben dem Langzeitverletzten Stephen Dennis (Knie) mussten die Phantoms im gestrigen Halbfinale auch auf Center Kyle Visser und die Guards Robert Kulawick und Igor Milosevic verzichten, die wegen eines Magen-Darm-Infekts das Bett hüten mussten.
Trotz dieser Ausfälle schienen die Gäste um den dreimaligen Pokalsieger Immanuel McElroy ihre Chance auf den zweiten Finaleinzug in zwei Jahren von Beginn an wahrnehmen zu wollen. Nach zweieinhalb Minuten sorgte Kapitän Nils Mittmann per Dreipunktewurf für die erste Führung (5:4) seines Teams. Während es die Phantoms weiterhin vor allem per Sprungwurf versuchten, nutzten die Gastgeber besonders ihre offensichtliche Überlegenheit in der Zone. Kein Wunder, dass das hochgewachsene Bonner Dreigestirn aus Routinier Chris Ensminger, dem Kroaten Zvonko Buljan und dem athletischen Ex-NBA-Forward Tony Gaffney am Ende die meisten Zähler für die Magentafarbenen verbuchen konnten.
Hatten die Phantoms in Halbzeit eins (41:37) noch gut mitgehalten, lief nach dem Seitenwechsel erstmal gar nichts mehr. Während die Braunschweiger mehr als sechs Minuten benötigten, um ihren ersten Feldkorb zu erzielen, setzten sich die Bonner bis auf dreizehn Punkte ab – ein Defizit, aus dem sich die Gäste letztlich nicht mehr herausarbeiten konnten. „Wir haben phasenweise gut gespielt, aber leider zu wenige gute Möglichkeiten am Brett bekommen. Außerdem haben wir – vor allem in der zweiten Halbzeit – von außen nicht gut genug getroffen“, bilanzierte Phantoms-Coach Sebastian Machowski nach einer Pokalpartie, in der ohne vier Stammspieler gegen keineswegs überragende, aber gut eingespielt wirkende Bonner am Ende einfach nicht mehr drin war.
Im Spiel um Platz drei treffen die Braunschweiger heute um 14 Uhr auf Ulm. Das Pokalfinale bestreiten Bonn und Bamberg.
Für die Phantoms punkteten: Melzer 21, Jorovic 14, Umeh 11, Greer 5, Mittmann 4, McElroy 3, Theis 2, Schröder 2, Schneiders 2.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.