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„Blamable Leistung“

3. Fußball-Liga: Eintracht nach 0:4-Niederlage auf Abstiegsplatz

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Mit 0:4 unterlagen die Drittligafußballer von Eintracht gestern bei der mit mehreren A-Jugendlichen angetretenen Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Die erschreckend schwache Darbietung sorgte dafür, dass die Braunschweiger erstmalig in dieser Saison in den Tabellenkeller rutschten.

Von Beginn an präsentierten sich die Braunschweiger vor etwa 600 mitgereisten Anhängern unsicher in der Abwehr. Nach zehn Minuten lief Rahn allein auf das Braunschweiger Tor zu, Adrian Horn und Jan Schanda konnten die Situation jedoch bereinigen. Wenig später hatten die Blau-Gelben nochmals Glück, als Fuchs gegen den gut postierten Schipplock in letzter Sekunde klärte (17.). Kurz darauf schickte Torsten Lieberknecht bereits seine Auswechselspieler zum warmmachen. Hinter dem Eintracht-Tor beobachteten sie, wie Ikeng Horn ausspielte, Schanda dessen Schuss jedoch noch vor der Linie abfing (26.).
Dann die Stuttgarter Führung: Erneut wurde die Eintracht-Abwehr ausgehebelt, Horns Handspiel außerhalb des Strafraums landete beim A-Jugendlichen Didavi, der zur Führung vollendete, sodass dem Keeper der „Löwen“ die Rote Karte erspart blieb (30.). Von Eintrachts Offensive war kaum etwas zu sehen, vielmehr hatten die Blau-Gelben vor der Halbzeit noch Glück, dass Pisots Kopfball knapp am Tor vorbeistrich (34.).
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nicht, da Fait-Florian Banser und Marcel Schied in der Offensive völlig in der Luft hingen. In der 60. Minute fiel dann der zweite Stuttgarter Treffer: Didavi flankte in den Strafraum, wo Rudy per Flugkopfball das 2:0 erzielte. Nur drei Minuten später gar das 3:0, als der überragende Didavi einen Freistoß aus 30 Metern direkt verwandelte. Glück hatte Valentin Nastase, als er in der 74. Minute Schipplock im Strafraum foulte und trotz vorheriger gelber Karte nicht vom Platz gestellt wurde. Den anschließenden Strafstoß von Ikeng konnte Horn jedoch parieren.
Den Schlusspunkt setzte Schipplock, der in der 84. Minute Henn überlief und den Ball zum 4:0 ins lange Eck schob.
„Die Mannschaft hat eine blamable Leistung gezeigt. Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, war Torsten Lieberknecht restlos enttäuscht vom lustlosen Auftritt seiner Mannschaft und vermisste während der 90 Minuten vor allem den Kampfgeist: „Ich habe meinem Team immer gesagt, dass man ein Spiel auch mal verlieren kann. Wenn, dann aber nicht so emotionslos.“
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