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„Bin froh, wenn wir hier weg sind“

Fußball: Drittligist Eintracht Braunschweig bricht sein Trainingslager in Tunesien ab.

Von Elmar von Cramon, 16.01.2011.

Braunschweig. Der Aufenthalt von Eintrachts Drittliga-Fußballern im tunesischen Port El Kantaoui ist von den Unruhen im Lande überschattet worden.

Die sportliche Leitung hat angesichts der dramatischen Ereignisse beschlossen, das Trainingslager abzubrechen „Bei uns ist die Lage ruhig, uns wurde dennoch geraten, das Hotelgelände nicht zu verlassen und schnellstmöglich zurückzufliegen“, erklärt Marc Arnold nach einem Telefonat mit der deutschen Botschaft. Der sportliche Leiter Eintrachts ist derzeit mit der Organisation der Rückreise beschäftigt, was angesichts der zahlreichen ebenfalls abreisewilligen Touristen keine leichte Aufgabe ist: „Ich gehe trotz der Umstände davon aus, dass wir Anfang der Woche in Braunschweig zurück sind.“
Für Trainer Torsten Lieberknecht und seine Mannschaft ist derweil Improvisation angesagt: Nach dem 1:1 im Testspiel gegen den FC Zürich am vergangenen Donnerstag konnte tags darauf zwar noch regulär trainiert werden, gestern musste die Übungseinheit aber auf dem Hotelgelände stattfinden: „Es herrscht eine gespenstische Stimmung, fast alle Urlauber haben das Hotel mittlerweile verlassen“, berichtet der Eintracht-Coach und macht keinen Hehl daraus, dass er schnellstmöglich die Rückreise antreten möchte: „Ich bin wirklich froh, wenn wir hier weg sind.“
Negative Auswirkungen auf die Vorbereitung befürchten weder Lieberknecht noch Arnold, der auf eine weitere Stärkung des guten Zusammenhalts in der Mannschaft setzt: „Natürlich hätten wir auf so ein Erlebnis gern verzichtet. So eine Situation gemeinsam durchzustehen kann aber auch dafür sorgen, dass man enger zusammengeschweißt wird.“
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