Anzeige

Betty Heidler: „Ein neuer Weltrekord ist nach wie vor auf meiner Agenda“

Die Berliner Hammerwerferin Betty Heidler. Foto: Rudolf Flentje

Am 21./22. Juni ist Leichtathletik-Team-EM in Braunschweig – Hammerwerferin im Gespräch.

Von Christoph Matthies, 01.06.2014.

Braunschweig. Die Team-EM der Leichtathletik am 21. und 22. Juni wirft ihren Schatten voraus. Am Mittwoch besuchte die Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler das Eintracht-Stadion und stand den Medienvertretern Rede und Antwort.

Betty Heidler über den Heimvorteil:
Ich gehe davon aus, dass der Heimvorteil eine ganz, ganz große Rolle spielen wird. Wir haben das auch bei der WM 2009 in Berlin erlebt, wo sich die Athleten weit über ihre normalen Leistungen hinaus steigern konnten. Mit der Nationalmannschaft in einem deutschen Stadion aufzulaufen wird uns auf jeden Fall noch mal einen Push geben. Es wäre schön, wenn wir am Ende ganz oben auf dem Podium stehen.

Über ihre Erwartungen an Braunschweig:
Ich hoffe auf gutes Wetter und auf ganz viele Zuschauer. Das ist das A und O, denn vor leeren Rängen macht es einfach nicht so viel Spaß, als wenn das Stadion voll ist, und das Publikum einen zu Höchstleistungen antreibt. Ich habe in Braunschweig bei Deutschen Meisterschaften einmal den dritten und einmal den ersten Platz belegt. Wenn ich das wiederholen kann, bin ich sehr zufrieden.

Über das Besondere einer Team-EM:
In jeder Disziplin gibt es nur einen Starter pro Team, das heißt, die Teams sind klein, aber fein. Man hat bei diesem Format wesentlich mehr Möglichkeiten, beim Wettkampf der anderen mitzufiebern. Es ist etwas anderes, nicht nur auf sich zu gucken, sondern auch auf die anderen. Jeder kämpft um Punkte für die Mannschaft, das gibt einem ein ganz anderes Gefühl von Verantwortung und auch Zusammengehörigkeit. Team-EM hört sich erst mal komisch an, aber sie hat wirklich einen sehr hohen Stellenwert. Die besten Nationen Europas sind da, und jede schickt ihre besten Leute.

Über ihre Form:
Ich bin, außer wie die Wettkämpfe in diesem Jahr laufen, die noch nicht ganz so gut waren, sehr zufrieden. Die Konkurrenz ist aber momentan noch weiter, mit 72 oder 73 Metern mache ich noch nicht ganz so viel kaputt. Nach meiner Knieoperation im vergangenen Jahr warte ich noch darauf, dass ich die guten Leistungen im Training auch im Wettkampf umsetzen kann. Anfang Juni werden die ersten weiten Würfe bei mir kommen.

Über eine Steigerung ihres eigenen Weltrekords aus dem Jahr 2011:
Daran arbeite ich immer. Das ist harte Arbeit und ganz schwierig, Trainingsaufwand und -intensität sind sehr hoch, aber den richtigen Tag und den richtigen Wurf zu treffen ist extrem schwierig. Aber das ist eines meiner großen Ziele und steht nach wie vor auf meiner Agenda.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.