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„Bereit für den nächsten Schritt“

Will mit den Löwen in die Playoffs: Zygimantas Janavicius. T.A.

Basketball-Bundesliga: Der neue Aufbauspieler Zygimantas Janavicius besuchte die Löwenstadt.

Von Christoph Matthies, 27.07.2014.

Braunschweig. Der neue Löwen-Playmaker Zygimantas Janavicius ist wohl einer der größeren Pechvögel des Sommers. Bei der Vorbereitung auf die WM in Spanien brach sich der Basketballer im Training mit dem litauischen Nationalteam einen Mittelhandknochen. Obwohl das Turnier somit ohne ihn stattfinden wird, war der 25-Jährige bei seinem Besuch in Braunschweig, wo er den Medizincheck ablegte, bester Laune.

„Danke“ und „bitte“ kann er schon, ansonsten hat der Neuzugang vor der deutschen Sprache Respekt. „Ein Freund, Adas Juskevicius, der in Bremerhaven gespielt hat, erzählte mir, dass sie schwer ist“, berichtet er von Erkundigungen über das Land, das die nächsten zwei Jahre sein Zuhause sein wird. Auch der Stil der BBL, so hörte er, sei ein anderer als in Litauen. „Hier gibt es viele Amerikaner, deshalb ist das Spiel athletischer, aber weniger smart.“

Mit 25 Jahren sei es nun Zeit für den nächsten Schritt. „Ich bin bereit“, sagt Janavicius über sein erstes Engagement im Ausland. An internationaler Erfahrung mangelt es ihm nicht, bereits als 19-Jähriger trat er mit Spitzenklub Zalgiris Kaunas in Europas stärkster Liga, der Euroleague an. Zudem absolvierte er alle Jugendnationalteams seines Landes.

Noch nie hat ein Litauer für Braunschweigs Basketballer gespielt. Mit Janavicius kommt nun ein untypischer Botschafter seines Landes in die Löwenstadt. Gerade die Guards aus dem Baltikum gelten als ausgesprochene Scharfschützen, die auch von Dreier- und Freiwurflinie hochprozentig treffen. Die Statistiken des neuen Löwen sprechen dagegen eine andere Sprache: Freiwurfquoten um die 60 Prozent und ebenso ausbaufähige Dreierquoten. „Ich bin nicht der beste Schütze, aber ich kann scoren. Meine erste Aufgabe in Braunschweig ist aber, das Feld zu überblicken und die Mitspieler zu finden, die gerade heiß sind.“

Trotz seiner kaputten linken Wurfhand trainiert der Guard weiter mit dem Nationalteam, eingeschränkt natürlich. Zum Trainingsstart der Löwen am 11. August möchte er aber wieder in Braunschweig sein. Seine Verletzung nimmt er mittlerweile mit Galgenhumor: „Vielleicht werfe ich danach ja viel besser.“
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