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Bennett-Show zum Abschied

ProB-Basketball: SUM Baskets erreichen die Playoffs – Am Sonnabend Abschluss der Hauptrunde.

Von Christoph Matthies, 06.03.2013

Braunschweig. Mit dem 99:71 (45:33)-Erfolg gegen die BSW Sixers haben die SUM Baskets ihren Playoff-Einzug perfekt gemacht. Im letzten Hauptrundenspiel am Sonnabend (19.30 Uhr) in Stahnsdorf wird der überragende Steven Bennett allerdings schon nicht mehr dabei sein.

„Rache für Weißenfels!“, krähte ein Scherzkeks am Sonntag von der Tribüne der Tunica-Sporthalle. Tatsächlich schien es so, als hätten es sich die Baskets zur Aufgabe gemacht, Wiedergutmachung für das Debakel der Phantoms am Abend zuvor beim MBC zu betreiben. Welcher Gegner eignete sich dafür besser, als die ebenfalls in Sachsen-Anhalt beheimateten Sixers aus Bitterfeld?
Auf einer besonderen Mission war auch US-Playmaker Steven Bennett, dem vor allem in Halbzeit zwei einfach alles zu gelingen schien. „Wenn du anfängst, es zu fühlen, wirfst du einfach weiter“, beschrieb Bennett den Rausch, als er im Schlussviertel einen Distanzwurf nach dem anderen traf. Am Ende standen für den quirligen Kalifornier 35 Punkte (8 Dreier!), 7 Rebounds und 8 Assists zu Buche. Inspiration hatte sich der 25-Jährige wenige Tage zuvor in der besten Liga der Welt geholt: „Ich habe vergangene Woche Steph Curry in der NBA gesehen, wie er 54 Punkte aufgelegt und dabei elf Dreier getroffen hat. Anscheinend hat das Zuschauen auf mich abgefärbt.“
Wenn die Baskets zum Abschluss der ProB-Hauptrunde am Sonnabend beim Tabellenletzten in Stahnsdorf auflaufen, ist Bennett bereits in Los Angeles: Ein Kurzurlaub bei seiner Familie, bevor er nach „Down Under“ weiterreist. Dort will er den Rockingham Flames in der zweiten australischen Liga zu möglichst vielen Siegen verhelfen.
Baskets-Coach Liviu Calin bedauert, dass er den erst im Dezember verpflichteten Guard-Wirbelwind ziehen lassen muss. „Wir hatten viel Glück mit Steven, er hat uns wirklich geholfen. Hätten wir ihn von Beginn an im Team gehabt, hätten wir um die ersten drei Plätze mitspielen können.“ Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt wolle man Bennett nun allerdings entgegenkommen.
„Die Menschen, der Verein und das Team haben mich sehr gut aufgenommen“, bedankte sich der US-Guard für die Gastfreundschaft der Braunschweiger. „Ich glaube nicht, dass dies mein letztes Jahr in Deutschland war.“
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