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Bellucci gewinnt gegen 4001 Gegenspieler

Tennis: Bellucci gewinnt im Einzel mit 7:6 und 6:3 gegen Kamke.

Von Daniel Beutler, 08.07.2012

Auch ein kurzer, aber heftiger Regenschauer zwischen den Finals konnte den gelungenen Abschluss der Sparkassen Open nicht trüben.

Doppelte Spannung boten so die letzten Ballwechsel im Doppelfinale zwischen den Polen Tomasz Bednarek und Mateusz Kowalcyk auf der einen und dem finnisch-ukraninischen Duo Harri Heliovaara und Denys Molochanov auf der Seite. Zum einen boten sie in der spielentscheidenden Phase starke Ballwechsel, zum anderen zogen dunkle Regenwolken unerbittlich näher. Während also die Finalisten um den siegbringenden Punkt kämpften, kämpften die Zuschauer mit der Frage, ob sie sich vorsichtshalber schon ein Dach suchen oder der Partie folgen sollten. Das Warten lohnte sich jedenfalls, wenngleich das Match seinen letzten Punkt zum 7:5, 6:7, 10:8 unrühmlich erhielt. Heliovaara traf den Ball mit der Schlägerkante und beförderte ihn unter lauten Jubel der Gegner ins Seitenaus. Kurz danach entluden sich die Wolken über der Anlage des BTHC.
Mit Verspätung unternahm also Tobias Kamke den Versuch, als erst zweiter Deutscher das Turnier im Bürgerpark zu gewinnen. Die Nummer 87 der Weltrangliste startete dabei stark in das Match mit dem Brasilianer Tomaz Bellucci, ging 3:0 in Führung. Dann aber fand Bellucci, nach zwischenzeitlichem Schlägerwechsel, immer besser ins Spiel und untermauerte seine Titelambitionen mit besserer Leistung. „Ich bin gut in Form und weiß, dass ich hier gewinnen kann“, sagte der Linkshänder nach seinem Finaleinzug.
Wirklich hochklassig wurde das Duell aber nicht. Auf beiden Seiten störten immer wieder unnötige Fehler den Spielfluss, wobei Kamke die ganze Zeit über auf die lautstarke Unterstützung der 4000 Zuschauer setzen konnte. Gute Aktionen des Deutschen honorierte der Center Court durch viel Applaus, litt bei Fehlern mit dem tennistypischen langgezogenen „Ooooh“ mit und ermutigte ihn immer wieder nicht aufzugeben.
Weil „so schlecht“, wie Kamke sein eigenes Spiel Mitte des ersten Durchgangs kommentierte, war er nicht, aber auch nicht gut genug. Den ersten Satz verlor er, weil sich Fehler mit einem zu passiven Auftreten paarten. Setzte er auf Risiko, gewann er den Ballwechsel meist. Im zweiten Satz schwanden dem 26 Jahre alten Deutschen am Ende hin die Kräfte, während sich der zwei Jahre jüngere Bellucci den dritten Titel seiner Karriere sicherte.
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