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Beim Start stabilisierende Kraft in der Defensive

Marcel Correia. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Bei Eintrachts Marcel Correia sorgte schier unglaubliches Verletzungspech für sein vorzeitiges Saisonaus.

Von Elmar von Cramon, 31.05.2016.

Braunschweig. Die nB bewertet nach Ende der Saison die Leistungen der Eintracht-Spieler.

Emil Berggreen: 13 Spiele, 5 Tore, 4 Vorlagen, Note 3,00. Ein gescheiterter HSV-Wechsel und Verletzungsprobleme sorgten für einen unruhigen Saisonstart. Dann lief der Däne allerdings zu großer Form auf und hatte maßgeblichen Anteil am „Zwischenspurt“ der Blau-Gelben. Seine erneute Verletzungsanfälligkeit sorgte für eine spürbare Schwächung der Löwen-Offensive. Im Januar absolvierte er auf eigenen Wunsch Rehamaßnahmen in Dänemark und offenbarte den Eintracht-Verantwortlichen anschließend seinen Wunsch, nach Mainz zu wechseln. Ist noch immer verletzt, weshalb die Entscheidung, ihn für eine Millionenablöse ziehen zu lassen, die Richtige war.
Marcel Correia: 14 Spiele, Durchschnittsnote 3,12. Zum wiederholten Mal sorgte schier unglaubliches Verletzungspech für sein vorzeitiges Saisonaus. Als Kapitän mit neuer Verantwortung ausgestattet gelang es dem
26-Jährigen zu Saisonbeginn, die stabilisierende Kraft in der Defensive zu werden, die unter seiner Regie fünfmal ohne Gegentreffer blieb. Nach seinem ersten längeren Ausfall im Herbst kämpfte sich Correia wieder heran, bevor ein böses Foul im Heimspiel gegen Duisburg schon im Frühjahr alle Hoffnungen auf weitere Einsätze zunichte machte. Abseits des Rasens stand dem Löwen-Kapitän hingegen das Glück zur Seite: Gemeinsam mit seiner Freundin Carla konnte er sich vor kurzem über die Geburt einer gemeinsamen Tochter freuen.
Saulo Decarli: 29 Spiele, 1 Tor, 1 Assist, Note 3,05. Der Schweizer kann auf eine ganz starke Saison zurückblicken und entwickelte sich ligaweit zu einem der technisch und taktisch besten Innenverteidiger. Fand nach dem Ausfall diverser Stammkräfte in der blau-gelben Abwehr seine Rolle in der neuen Kaderhierarchie und avancierte zum unbestrittenen Führungsspieler. Zwei Rote Karten nach Undiszipliniertheiten trüben die ansonsten makellose Bilanz des 24-Jährigen, der auch in der kommenden Spielzeit eine tragende Rolle bei Eintracht spielen wird.
Deniz Dogan: 1 Spiel, Note 3,50. Kam als Stand-by-Spieler aufgrund von Verletzungssorgen in Paderborn überraschend zu seinem Zweitligacomeback. Überzeugte dort trotz der 0:2-Niederlage mit einer positiven Zweikampfbilanz und stellte in der U23 immer wieder seinen Wert als Leitfigur für die Nachwuchsakteure unter Beweis. Zog sich im Frühjahr einen Achillessehnenanriss zu und stand den Profis im Saisonendspurt nicht für weitere Einsätze zur Verfügung.
Julius Düker: 8 Spiele, ohne Benotung. Der 20-Jährige konnte die Flaute im Eintracht-Sturm nicht zu seinem Gunsten nutzen, stattdessen spielte sich mit Philip Tietz ein anderer Youngster in den Vordergrund. Wegen seiner Jugend dürfte der ehemalige BSC-Akteur weiter zum Profikader zählen, da die sportliche Leitung bei allen Nachwuchskräften entwicklungsbedingte Leistungsdellen einkalkuliert. Spielt das Eigengewächs eine starke Vorbereitung, winkt trotz starker Konkurrenz sicher mehr Einsatzzeit.
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