Anzeige

Beim Meister sind die Löwen chancenlos

Löwen-Topscorer mit zwölf Punkten: Robin Amaize. Foto (Archiv): Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Braunschweig verliert in Bamberg deutlich mit 66:99 (28:55).

Von Christoph Matthies, 22.04.2016.

Braunschweig. Einen Klassenunterschied sahen die Zuschauer in der Brose-Arena, wo der Deutsche Meister und Tabellenführer der Basketball-Bundesliga den Löwen keine Chance ließ. Am Ende hieß es 99:66 (55:28) für die Bamberger.

Es war von Beginn an eine Lehrstunde, die den Braunschweigern erteilt wurde. Die Gastgeber, nach der Niederlage am vergangenen Wochenende in Oldenburg – erst der dritten der Saison – mit Wut im Bauch, zeigten sofort, was ein europäisches Spitzenteam ausmacht: nämlich hammerharte Verteidigung. Drei Minuten vor Ende des ersten Viertels machte Derek Needham erst den dritten Korb für die Löwen – da waren die Bamberger bereits auf 16:6 davongezogen.

Wie stark die Bamberger wirklich sind, zeigte die Tatsache, dass sie auch ohne ihren Besten dominierten: Aufbauspieler Brad Wanamaker wurde einfach mal geschont. Der Überlegenheit der Franken tat das keinen Abbruch. Zur Halbzeitpause führten sie schon praktisch uneinholbar mit 55:28 – auch dank Aktionen wie von Ex-Braunschweiger Daniel Theis, der seinen Namensvetter Sid-Marlon Theis spektakulär blockte. Zur Pause wusste bei den Löwen eigentlich nur Amin Stevens zu gefallen, der vier seiner fünf Würfe getroffen hatte (9 Punkte).

Löwen-Topscorer Keaton Grant, nach tiefer Krise gegen Göttingen zuletzt mit 16 Punkten, kam gegen Bamberg wieder mal gar nicht in Gang. Mehr Airballs als Punkte (davon nämlich null) standen für ihn zur Halbzeit zubuche. Am Ende waren es vier – erneut zu wenig für einen Offensivmann seiner Klasse.

Wenn man so hoch führt wie die Bamberger, ist es natürlich schwer, die Spannung aufrechtzuerhalten. So verwunderte es nicht wirklich, dass die Löwen nach der Pause zunächst besser aussahen und den Rückstand etwas verkürzten. Der hohe Rückstand ermöglichte Löwen-Trainer Raoul Korner auch, ohne Reue seine jungen deutschen Spieler einzusetzen. Martin Bogdanov etwa, der zwei Dreier traf, oder Robin Amaize, der mit 12 Punkten bester Punktesammler der Braunschweiger wurde.

Und dann war da ja noch Josh Gasser, der nach fast fünfmonatiger Pause sein Comeback feierte und ein paar gute Aktionen zeigte. Da kam dann wohl bei so manchem Fan die Frage auf, wie die Saison wohl verlaufen wäre, wenn sich Gasser im November nicht verletzt hätte.

Für die Löwen punkteten: Amaize 12, Stevens 11, Needham 8, Bogdanov 8, Nash 6, Frease 6, Grant 4, Adler 4, Theis 3, Gasser 2, Simon 2.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.