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Bei Spitzenreiter Alba nicht den Kopf verlieren

Gemeinsam mit Derek Needham ist Keaton Grant der Einzige, der sich seinen Wurf kreieren und mit Einzelaktionen für Gefahr sorgen kann. Bei den Löwen ist deshalb Teamwork angesagt. Foto: SH

Basketball-Bundesliga: Löwen treten heute (18.30 Uhr) in Berlin an.

Von Christoph Matthies, 16.10.2015.

Braunschweig. Die bittere Overtime-Pleite gegen Ludwigsburg trotz einer Galavorstellung in den ersten 30 Minuten tat auch Tage später noch weh. Ein Sieg bei Alba Berlin, dem Tabellenführer der Basketball-Bundesliga, wäre da genau der richtige Stimmungsaufheller. Heute um 18.30 Uhr treten die Löwen in der Mercedes-Benz-Arena an.

Dass der neue Kader tollen Basketball spielen kann, hat er in den drei absolvierten Saisonspielen allerdings schon gezeigt. Damit strafte er auch Skeptiker Lügen, die nach einer durchwachsenen Vorbereitung Schlimmes befürchteten. „In zehn von zwölf Vierteln haben wir ausgezeichnet gespielt“, blickt Löwen-Coach Raoul Korner auf die Partien gegen Bamberg, Bayreuth und Ludwigsburg zurück. Umso ärgerlicher, dass trotzdem nur ein Sieg gelang, der momentan Platz zwölf in der Tabelle bedeutet.

„Wir haben uns die ominösen sechseinhalb Minuten gegen Ludwigsburg noch einmal angesehen. Auch wenn es wehgetan hat“, verrät Korner. Der Schwerpunkt der Trainingswoche bestand also vor allem darin, die Fehler des Schlussviertels und der Verlängerung zu korrigieren. Die Verteidigung des gegnerischen Pick-and-Roll und das Rebounding – gegen die Schwaben am vergangenen Sonntag die Schwachpunkte – standen bei den Trainingseinheiten im Fokus.

BBL-Spitzenreiter Alba Berlin hat genau wie die Löwen vor der Saison alle sechs Importpositionen neu besetzt. Im Spielaufbau wirbeln nun etwa die US-Amerikaner Will Cherry und Jordan Taylor, vor deren Schnelligkeit und Aggressivität Korner großen Respekt hat. Auch die Vielseitigkeit des serbischen Nationalspieler Dragan Milosavljevic auf der Position des Shooting Guards hat es Korner angetan.

Die tief besetzte Berliner Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic wird defensiv mit viel Druck zu Werke gehen, um die Gäste früh aus dem Konzept zu bringen. „Wir müssen Energie entgegensetzen, innerhalb unserer Struktur bleiben. Wir dürfen bloß nicht den Kopf verlieren und uns in Einzelaktionen verlieren“, sagt der Löwen-Coach, der weiß, dass sein Team nur mit Teamwork und Ballbewegung bestehen kann. „Wir sind kein Eins-gegen-eins-Team, dafür haben wir auch gar nicht die Spieler.“

Dass die Berliner, in der BBL nach vier Spielen noch ungeschlagen, zu bezwingen sind, bewies Ludwigsburg am Mittwoch mit einem 79:60-Heimsieg im Eurocup.
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