Anzeige

Bei Lieberknecht überwogen die lobenden Worte für sein Team

Freut sich über seinen Treffer zum 1:0: Eintrachts Jan Hochscheidt (l.). Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Mangelnde Chancenverwertung verhindert Sieg gegen Kaiserslautern.

Von Elmar von Cramon, 22.12.2015.

Braunschweig. Gern hätten sich Eintrachts Zweitliga-Fußballer mit einem Sieg bei ihren Anhängern für die überragende Choreographie bedankt, die vor Spielbeginn anlässlich des 120. Eintracht-Geburtstages in der Südkurve aufgezogen wurde. Am Ende stand jedoch ein Unentschieden, mit dem sich die Braunschweiger nach dem Führungstor von Jan Hochscheidt auch deshalb begnügen mussten, weil beste Gelegenheiten ungenutzt blieben. So genügte den Gästen der Treffer von Antonio-Mirko Colak, um einen Punkt aus dem Eintracht-Stadion zu entführen.

„Gerry Ehrmann kam nach der Partie zu mir und hat gesagt: Zur Halbzeit muss es schon 4:0 stehen. Jeder hat gesehen, dass wir das Spiel liegengelassen haben“, brachte Torsten Lieberknecht die Gefühlslage vieler Eintracht-Fans mit einem Zitat des FCK-Torwarttrainers auf den Punkt. Dennoch überwogen beim Eintracht-Coach nach dem letzten Heimspiel vor der Winterpause die lobenden Worte für seine Mannschaft, der noch das unglückliche Pokalaus nach Verlängerung in Stuttgart in den Knochen steckte: „Es lässt mich stolz sein, wie wir die Ungerechtigkeit, die uns am Mittwochabend in Stuttgart widerfahren ist, weggesteckt haben. Auch weil wir ohne Emil Berggreen und Marcel Correia gespielt haben, die die Qualität nochmals angehoben hätten.“
Ein Riesenlob richtete der
42-Jährige an die Fans für die Choreographie vor Spielbeginn: „Das war ein Gänsehautmoment und hat gezeigt, welche Emotionalität dieser Verein in der Region mit sich bringt. Alle waren geflasht von dieser Choreographie, vor allem meine Mannschaft, was man danach auch auf dem Spielfeld gesehen hat“.
Für Phil Ofosu-Ayeh war die mangelnde Chancenverwertung der ausschlaggebende Punkt: „Wenn wir vorne die Dinger nicht machen, bekommt man halt hinten ein Gegentor“, ärgerte sich der Außenverteidiger, der den Führungstreffer vorbereitete. Trotzdem zog auch der 24-Jährige ein positives Gesamtfazit: „Wenn man nach einem Umbruch auf dem fünften Tabellenplatz steht, kann man zufrieden sein. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, können jetzt aber erst mal ein schönes Weihnachtsfest feiern.“
Auch persönlich zeigt sich der in Wilhelmshaven aufgewachsene, bei Eintracht zum ghanaischen Nationalspieler gewordene Neuzugang zufrieden: „Ich bin mit Aalen abgestiegen, kam hierher und spiele immer vor fast ausverkauftem Haus. Das macht mit unserer tollen Mannschaft einen Riesenspaß, was sich in der Leistung auf dem Platz auch widerspiegelt.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.