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„Befreit und selbstbewusst Fußball spielen“

Gefahr im Strafraum der Braunschweiger: Eintracht-Torhüter Rafal Gikiewicz und seine Abwehr hatten viel zu tun. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht nach der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig nun am Sonntag zu Hause gegen Arminia Bielefeld.

Von Elmar von Cramon, 09.02.2016.

Braunschweig. Nach dem 0:2 gegen RB Leipzig ist der Abstand in Richtung Relegationsrang für Eintrachts Zweitliga-Fußballer vorerst größer geworden.
Zu zaghaft traten die Löwen beim Tabellenführer auf, der seine Position zum Auftakt der Restrunde souverän behauptete. Beim Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Arminia Bielefeld gilt es für Eintracht nun, aus den Fehlern zu lernen, um vor heimischem Publikum mit einem Erfolgserlebnis in das neue Kalenderjahr zu starten.

„Sowohl im Spiel mit dem Ball als auch im Zweikampfverhalten hat Leipzig die Dinge besser gelöst“, blickt Torsten Lieberknecht unzufrieden auf die Partie in der Messestadt zurück.
Fehler im Aufbauspiel und einfache Ballverluste hatten die Leipziger nach einer Viertelstunde immer besser ins Spiel gebracht: Ballbesitz, Zweikampfwerte und Eckenverhältnis verschoben sich fortan immer deutlicher zugunsten der „Roten Bullen“, die im Anschluss an einen Eckball durch Emil Forsberg in Führung gingen (24.) und einen Lapsus von Rafal Gikiewicz durch Marvin Compper zur frühen Vorentscheidung nutzten. Danach verhinderte der Eintracht-Keeper jedoch weitere Gegentreffer, erst kurz vor der Pause wurden die Blau-Gelben durch Jan Hochscheidt ihrerseits gefährlich.
„Es hat das Selbstvertrauen gefehlt. Wir haben zu viele Bälle einfach nach vorne geschlagen und zu oft den Ball verloren, was unseren Stresspegel zusätzlich erhöht hat“, so der Eintracht-Coach, der bei seinem Team insgesamt eine „zu hohe Anspannung“ feststellte: „Man möchte in dieser Situation sehr viel und baut sich Druck auf. Diese Anspannung nimmt einem die Luft, frei aufzuspielen.“
Allenfalls durch einen frühen Anschlusstreffer nach dem Wechsel hätten die Blau-Gelben die Begegnung noch einmal spannend machen können, doch ein Fernschuss von Salim Khelifi (47.) sowie ein Kopfball von Domi Kumbela (48.) fanden ihr Ziel nicht.
Letzterer hatte in vorderster Front einen ganz schweren Stand, da ihn kaum verwertbare Zuspiele erreichten. „Er sollte mit seiner Beweglichkeit die Wege in die Tiefe und nach außen suchen“, begründete Lieberknecht die Tatsache, dass der Kongolese den Vorzug vor Orhan Ademi erhalten hatte.
Im Zusammenspiel der beiden Offensivakteure in der zweiten Halbzeit sah er allerdings noch „Luft nach oben“. Mit Julius Düker, der in der Nacht vor der Partie krank geworden war, stand der dritte etatmäßige Angreifer in Leipzig nicht zur Verfügung. Im Heimspiel gegen Bielefeld soll der 20-Jährige dann wieder fit sein, während Marcel Correia aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin ausfällt. „Er laboriert nach wie vor an seiner Zerrung und wird ’gefühlt‘ ausfallen“, so Lieberknecht, der von seiner Mannschaft gegen die Ostwestfalen fordert, „befreit und selbstbewusst Fußball zu spielen“.
Zudem will er die gegen RB schwache Zweikampfquote von nur knapp 40 Prozent in der aktuellen Trainingswoche verbessern: „In dieser Hinsicht hat in Leipzig kaum ein Akteur Normalform erreicht.“
Statistik
Mannschaft bei RB Leipzig: Gikiewicz (4) - Reichel (4,5), Decarli (4), Baffo (4,5) - Zuck (5), Boland (4), Omladic (3,5), Ofosu-Ayeh (3,5) - Hochscheidt (4,5), Khelifi (4) - Kumbela (4).
Eingewechselt: 46. Ademi (4) für Hochscheidt; 63. Holtmann (-) für Zuck; 77. Matuschyk (-) für Boland.
Tore: 1:0 (24.) Forsberg; 2:0 (30.) Compper.
Zuschauer: 28 112
Chancenverhältnis: 8:3
Eckballverhältnis: 10:3
Gelbe Karten: Boland, Decarli
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