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Baubeginn mit Nordkurve

Für 27,5 Millionen Euro soll Stadion ab August 2009 ausgebaut werden

Von Martina Jurk

Braunschweig. Mit dem Ausbau des Eintracht-Stadions soll im August nächsten Jahres begonnen werden. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann hält damit an seiner Zusage fest, die Arena für höhere Ligen tauglich zu machen.

Eintracht Braunschweig befand sich 2006 auf dem Höhenflug, die Kicker blieben in der 2. Bundesliga. Doch dann drohte der Abstieg in die vierte Liga. Die Stadt legte das Projekt auf Eis.
Inzwischen ist der Oberbürgermeister der Ansicht, dass man das nicht mehr länger von aktuellen Spielergebnissen und dem Tabellenstand abhängig machen könne. „Wir wollen nach oben in Richtung zweite Liga gucken, und dafür brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für Eintracht.“ Mittlerweile ist der Stadionausbau mit 27,5 Millionen Euro Kosten veranschlagt. „Das ist mehr als nur ein Ausbau und schon ein fast neues Stadion“, sagte Hoffmann.
Begonnen werden soll entgegen früherer Planungen mit der Nordkurve, die allein mit 7,1 Millionen Euro zu Buche steht. Die Nordkurve soll überdacht und mit Sitzplätzen ausgestattet werden. „Technisch macht das Sinn“, so der Oberbürgermeister, „weil die Nordkurve dann beim Ausbau der Haupttribüne als Ausweichquartier zur Verfügung steht.“ Mit Nordkurve und Haupttribüne (17,7 Millionen Euro) würden 2000 verkaufbare Sitzplätze mehr geschaffen. Insgesamt hätten 25 000 Zuschauer dann im ausgebauten Stadion Platz.
Noch in der Luft hängt der Part, den Eintracht beim Stadionausbau zu leisten hat. So laufen die Gespräche über den von Eintracht zu finanzierenden „Kubus“ (mit Funktionsräumen, Geschäftsstelle, Gastronomie) – rund 2,6 Millionen Euro. €
Die entgegen der Berechnungen von vor zwei Jahren entstandenen Mehrkosten für den Stadionausbau begründete Uwe Birker, Geschäftsführer der Stadthallen GmbH, mit massiven Baukostensteigerungen und neuen Auflagen der Deutschen Fußball-Liga. Möglich sei die Finanzierung laut Verwaltung durch die angesparten Rücklagen bei der Stadt. „Wir können das stemmen, unabhängig davon, ob die kommende Steuerschätzung die erwarteten Einbrüche bringt“, ist sich der Oberbürgermeister sicher. Eintracht sei nach wie vor ein sportliches Aushängeschild und eine Anziehungsmarke ersten Ranges. Deshalb habe der Stadionausbau jetzt Priorität.
Auf den städtischen Haushalt kommt eine Belastung von rund 21 Millionen Euro (die Mehrwertsteuer bekommt die Stadt zurück) zwischen 2009 und 2011 dazu. Dazu tagt der Verwaltungsausschuss am 18. November. Auch die Stadthallen GmbH muss einen Beschluss fassen.
„Was wir für einen – derzeitigen – Drittligisten leisten, kann sich für eine an Steuern arme Stadt wahrlich sehen lassen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.
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