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Auf der Suche nach der Identität

Derek Needham (r.) kehrte nach einer Knieverletzung gegen die Eisbären zurück. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen haben nach drei Pleiten in Folge am Wochenende spielfrei.

Von Christoph Matthies, 08.03.2016.

Braunschweig. Nach der unnötigen 80:85 (40:34)-Heimniederlage am Freitag gegen die Eisbären Bremerhaven glauben nur noch unverbesserliche Optimisten an eine Playoff-Teilnahme der Löwen-Basketballer. „Wir müssen jetzt schauen, erstmal wieder ein Spiel zu gewinnen“, sagte Headcoach Raoul Korner nach der dritten Niederlage in Folge.

Nach 15 Minuten hatten die Löwen noch mit 36:22 in Führung gelegen, ehe Rückkehrer Derek Needham und Co. die Zügel wieder aus der Hand gaben. „In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ist uns der defensive Faden komplett gerissen, und das hat sich ins dritte Viertel fortgesetzt“, fuhr der Trainer fort, der mit ansehen musste, wie seine Löwen den Eisbären nach der Pause 51 Punkte gestatteten.

Überhaupt war es die Verteidigung seiner Mannschaft, die Korner so gar nicht gefiel. „Ich kann daheim nicht 85 Punkte zulassen, das geht nicht“, benannte der Österreicher die Achillesferse, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch die Stärke des Braunschweiger Bundesligisten gewesen war. „Uns ist in letzter Zeit ein bisschen unsere defensive Identität abhandengekommen. Wir müssen wieder dahin zurückkommen, dass wir physischer und konsequenter in der Defensive auftreten, um Spiele zu gewinnen.“

Durch die Heimpleite, bei der sich Tyrone Nash und Needham als beste Löwen-Scorer auszeichneten (je 15 Punkte), sind die Gießen 46ers in der Tabelle an den Braunschweigern vorbeigezogen. Auf Rang zehn liegend, haben die blau-gelben Raubkatzen weiterhin drei Siege Rückstand auf den Achten aus Würzburg, der am Wochenende in Ludwigsburg deutlich unter die Räder kam (59:75) – beide Klubs haben in der regulären Saison noch zehn Spiele zu absolvieren.

Für die Löwen geht es erst am kommenden Mittwoch beim Vorletzten in Crailsheim weiter, drei Tage später lauert der MBC in Weißenfels. Wie schwer die Aufgabe beim BBL-Schlusslicht werden dürfte, erlebten die Bayern am Sonntag, als sie mit 90:93 im „Wolfsbau“ unterlagen. Der Fokus von Coach Korner liegt derweil allerdings woanders: „Ich konzentriere mich im Moment weniger auf den nächsten Gegner oder die Tabelle – ich bin nicht damit zufrieden, wie wir spielen.“
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