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Auch Stürmer Nyman fällt in Dresden aus

Bitter: Christoffer Nyman (am Boden) wird der Eintracht wohl länger fehlen. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht reist zum Auswärtsspiel nach Sachsen – Lieberknecht fordert einen „kühlen Kopf“.

Von Elmar von Cramon, 27.10.2017.

Braunschweig. Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Vor dem Auswärtsmatch bei Dynamo Dresden (Sonntag, 13.30 Uhr) verschärft sich die Personalsituation bei Eintracht weiter. Nach Joseph Baffo (Kreuzbandriss) muss nun auch dessen Landsmann Christoffer Nyman (Muskelfaserriss) passen. Nichtsdestotrotz streben die Löwen den ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit an. Bei den Sachsen war die Lieberknecht-Elf letztmals beim 2:0 im Oktober 2012 erfolgreich.

„Es geht keine Woche um ohne die nächste Hiobsbotschaft“, erklärt Torsten Lieberknecht angesichts des Ausfalls und fügt hinzu, dass er den Schweden im Lazarett der Langzeitverletzten sieht, in dem sich bereits Joe Baffo, Domi Kumbela und Mirko Boland befinden: „Er wird wahrscheinlich länger ausfallen, da er sich einen sehr großen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat.“

Wie gewohnt will der 44-Jährige im bevorstehenden Spiel das Beste aus der Situation machen: „Es ist wohl die Saison der Verletzten, aber auch die Saison der Herausforderungen.“ Immerhin scheint das Mitwirken von Onel Hernandez (Sprunggelenk) und Jasmin Fejzic (Beckenprellung) gesichert, die vor beziehungsweise während des Bochum-Spiels ausgefallen waren.

Die Dresdner flogen zwar unter der Woche durch ein 1:3 beim SC Freiburg aus dem DFB-Pokal, wurden nach der Partie aber von Sportclub-Coach Christian Streich gelobt. „Wenn man die Interviews nach dem Spiel gesehen hat, weiß man, dass uns eine Herausforderung erwartet.“ Allerdings holten die im Vorjahr heimstarken Sachsen in dieser Spielzeit nur fünf Zähler vor heimischer Kulisse. „Man sieht, dass dort punktemäßig nicht die optimale Konstanz abgerufen worden ist. Wir glauben, dass wir durchaus die Chance haben zu Punkten zu kommen“, weiß der Eintracht-Coach. Den Gegner sieht er als spielstarke Mannschaft, die zudem über rasche Positionswechsel versucht zum Vorteil zu kommen: „Alle Mannschaftsteile müssen viel miteinander kommunizieren, weil es häufig zu Wechseln bei den Gegenspielern kommen wird.“

Im Vorjahr führten die Löwen bis zur 69. Minute mit 2:0, gingen aber dennoch als Verlierer vom Platz. Im Rückspiel erlebten die Sachsen ihr Trauma, als ein Last-Minute-Gewaltschuss von Ken Reichel alle Aufstiegsträume zunichte machte. „Dresden wird zu Hause vom Publikum angepeitscht. Wenn das Stadion kommt, musst du einen kühlen Kopf bewahren“, fordert Lieberknecht, der keine Angst vor dem „Hexenkessel“ hat: „Wir freuen uns auf die Atmosphäre.“

Die Verletztenmisere beschäftigt Eintrachts Marc Arnold unterdessen bereits im Hinblick auf die anstehende Transferperiode: „Klar beschäftigen wir uns jetzt schon mit dem Wintertransferfenster, auch perspektivisch Richtung Sommer. Das ist eine sehr herausfordernde Situation für uns, die wir schon sehr sehr lange nicht mehr hatten.“ Umso wichtiger ist für den Sportlichen Leiter, dass die Last in der aktuellen Situation auf weitere Schultern verteilt wird: „Im Umkehrschluss heißt das für andere Spieler, in die Verantwortung zu gehen und das auch anzunehmen.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel, Breitkreuz, Valsvik, Sauer (Becker) – Samson (Schönfeld), Moll – Hernandez, Yildirim, Khelifi (Zuck) – Abdullahi.
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