Anzeige

Atlanta Hawks zahlen Ablöse an die Phantoms

Basketball: Nach seiner Vertragsunterschrift am Mittwoch bereitet sich Dennis Schröder in Las Vegas auf die NBA vor.

Von Christoph Matthies, 14.07.2013

Braunschweig. Bis zum Herbst muss sich Dennis Schröder noch gedulden, ehe die NBA-Saison startet, und er die Chance erhält, erstmals in der besten Liga der Welt aufzulaufen. Vorerst muss sich der junge Braunschweiger für seine Atlanta Hawks in der Summer League beweisen.

Während Phantoms-Coach Raoul Korner vor Ort Spieler beobachtet, versucht sich Dennis Schröder während der Summer League in Las Vegas für den Saisonkader der Hawks zu empfehlen. Die hatten ihn im Juni mit dem 17. Pick des NBA-Drafts ausgewählt. In seinem Debüt in der Nacht zu Sonnabend machte der 19-Jährige seine Sache bereits ganz ordentlich: Bei der 83:90- Niederlage gegen die Sommerauswahl der Los Angeles Clippers, ebenfalls bestehend aus Rookies und Testspielern, gelangen Schröder sechs Punkte und sieben Assists. Für seine Spielübersicht gab es zudem reichlich Lob von den amerikanischen TV-Kom-mentatoren – niemand Geringerem als den früheren NBA-Stars Reggie Miller und Steve Kerr.
Während sportlich also anscheinend alles nach Plan läuft, muss sich Schröder auch über seine finanzielle Zukunft erst einmal keine Sorgen machen. Am Mittwoch unterschrieb der 1,86 Meter große Point Guard einen Zweijahresvertrag in Atlanta, der im ersten Jahr mit etwa 1,35 Millionen Dollar dotiert ist. Abweichungen von dieser Summe um je 20 Prozent nach oben oder unten sind von der Liga gestattet.
Zähe Verhandlungen
Bevor Schröder seine Unterschrift unter den NBA-Vertrag setzen durfte, waren für seinen neuen Klub allerdings zähe Verhandlungen mit den Phantoms angesagt, bei denen er eigentlich noch für eine weitere Saison unter Vertrag stand. „Wir konnten Dennis keine Freigabe geben, ohne das schriftlich zu haben. Das wäre nicht professionell gewesen“, erklärt Sportdirektor Oliver Braun. Der Klub aus Atlanta hätte es dagegen gern bei einer mündlichen Vereinbarung belassen.
Für die Hawks fällt somit eine üppige Ablösesumme an, über deren genauen Betrag die Phantoms-Verantwortlichen allerdings schweigen. Unwahrscheinlich erscheint jedoch, dass der NBA-Klub die in verschiedenen Medien genannte Summe von 550 000 Dollar (rund 421 000 Euro) an die Braunschweiger überweisen wird. „Das ist lediglich die Summe, die ein Team maximal für einen Spieler in Europa zahlen darf“, verweist Braun auf die NBA-Statuten. Eine von der US-Liga festgeschriebene Ablöse gebe es hingegen nicht. „Der Betrag kann also zwischen null und 550 000 Dollar liegen“, lässt sich der Phantoms-Sportdirektor nicht in die Karten schauen.
Dass Schröder selbst gar auf 100 000 Dollar Gehalt von seinem neuen Arbeitgeber verzichtete, um den Wechsel perfekt zu machen, wie Bild.de andeutete, hält Braun für äußerst zweifelhaft.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.