Anzeige

Arnold: „Wir sind ordentlich gestartet“

Holte zum verbalen Rundumschlag aus: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Decarli-Transfer nach Brügge perfekt – Eintracht Montag gegen Kaiserslautern.

Von Elmar von Cramon, 22.08.2017.
Braunschweig. Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter Eintrachts Zweitliga-Fußballern. Zunächst löste Torsten Lieberknecht im Anschluss an das 1:1 im Heimspiel gegen Aue mit seiner „Wutrede“ ein deutschlandweites Medienecho aus. Anschließend wurde der Wechsel von Saulo Decarli zum belgischen Erstligisten FC Brügge perfekt gemacht. Im nächsten Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern (Montag, 20.15 Uhr) möchten die Löwen auf dem grünen Rasen für gute Schlagzeilen sorgen.

Nach gut drei Jahren und 74 Punktspielen (drei Tore) ist das Kapitel Eintracht für Saulo Decarli beendet. „Er sieht die Chance, sich dort seinen Traum von der Schweizer Nationalmannschaft zu erfüllen. Nachdem uns von Brügge erstmals ein Angebot für ihn vorlag, war es für alle Seiten das Beste“, erklärt Arnold und betont, dass der Schweizer „nicht im Groll“ aus der Löwenstadt scheidet.
Zuvor hatten sich die Löwen am Freitagabend von Erzgebirge Aue vor heimischem Publikum 1:1 getrennt. „Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis. In der ersten Halbzeit habe ich uns mit einer guten Leistung gesehen und mich beim Ausgleich vor allem für Salim Khelifi gefreut. Im zweiten Durchgang hat uns der Zugriff gefehlt“, war der sportliche Leiter der Löwen nur teilweise zufrieden, bescheinigt den Gästen aber eine gute Leistung: „Sie haben nach dem Trainerwechsel wieder zu der Art des Fußballs zurückgefunden, die sie in der vergangenen Rückrunde starkgemacht hat.“
Größere Schlagzeilen als das Sportliche hatte dann die anschließende Pressekonferenz zutage gefördert. Torsten Lieberknecht holte zum verbalen Rundumschlag aus und beschwerte sich unter anderem über Pfiffe gegen seine Mannschaft und Häme gegenüber Spielern wie Hendrick Zuck und Eros Dacaj. „Es liegt auf der Hand, dass es immer unterschiedliche Meinungen über das Geschehen auf dem Platz geben wird. Torsten hat sich so, wie wir ihn kennen, mit all seiner Emotionalität vor seine Mannschaft gestellt“, so Arnold in Bezug auf das Statement, das deutschlandweit durch sämtliche Medien ging. Genau wie Lieberknecht wünscht sich auch der 46-Jährige ein wenig mehr Geduld mit der Mannschaft: „Wir sind mit fünf Punkten aus drei Spielen ordentlich gestartet. Sicher hat unsere Leistung in der Vorsaison gewisse Erwartungen geweckt, dennoch würde ich mir wünschen, dass man nicht schon am dritten Spieltag die Saison analysiert, sondern erst am Ende schaut, was herausgekommen ist.“
Am kommenden Montag treten die Löwen nun beim 1. FC Kaiserslautern an, der schwach in die neue Saison gestartet ist und nur einen Zähler aus drei Partien holte. „In der vergangenen Spielzeit haben wir ein sehr enges Spiel für uns entschieden und wissen, was dort los sein wird“, weiß Arnold und fügt hinzu: „Kaiserslautern ist im Umbruch, hat in den bisherigen Partien aber noch nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Durch die Neuzugänge, von denen Marcel Correia und Benny Kessel auch schon bei uns gespielt haben, soll die Identifikation erhöht werden.“
Bei den Blau-Gelben könnte Domi Kumbela wieder in die Mannschaft zurückkehren, nachdem er wegen eines im Auftaktspiel gegen Düsseldorf erlittenen Muskelfaserrisses zuletzt ausgefallen war.
Statistik
Mannschaft: Fejzic (3) - Reichel (3,5), Valsvik (3), Baffo (3), Sauer (4) - Boland (3,5) - Zuck (4), Dacaj (2,5), Biada (4), Khelifi (2,5) - Nyman (3,5).
Eingewechselt: 57. Hernandez (3,5) für Biada; 65. Nkansah (-) für Zuck; 77. Abdullahi (-) für Nyman.
Tore: 0:1 (24.) Nazarov; 1:1 (26.) Khelifi (Vorarbeit Nyman).
Zuschauer: 20 300
Chancenverhältnis: 4:5
Gelbe Karten: Zuck, Nyman.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.