Anzeige

Arnold: „Unzufriedenstellender Auftritt bei 1860 München“

Musste oft den Münchnern bei der Eintracht-Niederlage den Vortritt lassen: Gerrit Holtmann (li.). Foto: Eibner

Sportlicher Leiter erwartet Reaktion gegen Nürnberg – Ex-Einträchtler Lellek verstorben.

Von Elmar von Cramon, 26.04.2016.

Braunschweig. Unglücklich kann man die Umstände bezeichnen, unter denen Eintrachts Zweitliga-Fußballer am vergangenen Sonntag mit 0:1 gegen 1860 München verloren: Nachdem neben Ken Reichel (Hexenschuss) auch Coach Torsten Lieberknecht (Magen-Darm-Grippe) kurzfristig ausgefallen war, kassierte die Mannschaft unter den Augen von Co-Trainer Darius Scholtysik drei Minuten vor Schluss das entscheidende Gegentor durch Rubin Okotie. Zuvor hatten die Blau-Gelben gegen den ums Überleben kämpfenden Münchener Verein nicht an ihre gute Leistung vom 2:2 gegen den Spitzenreiter SC Freiburg anknüpfen können.

„Die Spieler müssen sich schon fragen lassen, woran es gelegen hat. Vielleicht gab es für das zugegebenermaßen sehr gute Spiel gegen Freiburg das eine oder andere Kompliment zu viel“, nimmt Marc Arnold kein Blatt vor den Mund. Den kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfall von Torsten Lieberknecht wollte er hierbei nicht als Ausrede gelten lassen: „Torsten hat die Spielvorbereitung ja noch gestaltet und war erst unmittelbar vor der Partie nicht mehr dabei. Klar beschäftigt die Spieler der veränderte Ablauf etwas, doch mit dem Anpfiff ist jeder auf das Spielgeschehen konzentriert.“
Der von Schüttelfrost geplagte Lieberknecht hatte das Geschehen aus den Katakomben der Allianz-Arena verfolgen müssen. Zwar begannen die Blau-Gelben die Partie aus spielerischer Sicht durchaus gefällig, brachten sich durch Fehlpässe aber immer wieder selbst in Bedrängnis. „Speziell die erste Halbzeit war schlecht von uns“, so Arnold.
Ärgerlich aus Sicht der Blau-Gelben: Abermals führte eine Standardsituation zur Niederlage, nachdem Adam Matuschyk gegen Okotie nicht energisch genug zur Sache gegangen war: „Der Zeitpunkt des Gegentreffers war natürlich unglücklich, insgesamt war es jedoch ein unzufriedenstellender Auftritt von uns.“
Am kommenden Samstag wartet ab 13 Uhr mit dem 1. FC Nürnberg ein Gegner im Stadion, der ein ähnliches Format wie der vorherige Gast SC Freiburg mitbringt. Nicht nur aufgrund des vergangenen Wochenendes, als die Franken ein 0:2 gegen Union Berlin im zweiten Durchgang eindrucksvoll in einen 6:2-Sieg verwandelten, sind die Blau-Gelben gewarnt.
„Wenn sich eine Mannschaft drei Spieltage vor Schluss den Relegationsplatz sichert, weiß man, was auf einen zukommt. Nürnberg besitzt eine stabile Mannschaft mit Siegermentalität, was man auch anhand der vielen erzielten Tore in der Schlussphase erkennen kann“, lobt der sportliche Leiter der Blau-Gelben, der mit einem im Gegensatz zum München-Spiel verbesserten Auftritt rechnet: „Ich erwarte eine deutliche Reaktion der Mannschaft.“
Offen ist, ob Ken Reichel nach seinem Hexenschuss wieder zur Verfügung stehen wird. Phil Ofosu-Ayeh kehrte bereits in München in den Kader zurück, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Unterdessen wurde bekannt, dass der ehemalige Eintracht-Profi Dirk Lellek im Alter von nur 52 Jahren verstorben ist. Der kopfballstarke Abwehrspieler, der aus der Jugend von Werder Bremen hervorging und später für den VfB Oldenburg, Hertha BSC und den VfL Osnabrück antrat, stand von 1988 bis 1990 an der Hamburger Straße unter Vertrag. Für die Blau-Gelben absolvierte er 59 Zweitligaspiele (fünf Tore) und war zuletzt als Coach in der Kreisliga Cloppenburg aktiv.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.