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Arnold: „Selbstvertrauen steigt“

Freuen sich über den Erfolg beim FSV Frankfurt: Mirko Boland (l.) und Jan Hochscheidt. Eibner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht nach Sieg in Frankfurt nun vor ausverkauftem Haus gegen St. Pauli.

Von Elmar von Cramon, 15.09.2015.

Braunschweig. Nach dem deutlichen 3:0-Auswärtserfolg beim FSV Frankfurt können sich die Eintracht-Fans am Sonntag auf ein echtes Highlight der noch jungen Saison freuen: Im schon zum jetzigen Zeitpunkt restlos ausverkauften Eintracht-Stadion empfangen die Löwen ab 13.30 Uhr den FC St. Pauli zum Nordderby, das gleichzeitig Verfolgerduell ist.

„Wir sind mit dem Resultat absolut zufrieden, auch wenn es nicht die deutliche Angelegenheit war, die das Ergebnis aussagt. Frankfurt hatte eine Drangphase, in der wir wenig Zugriff auf die Partie hatten“, lautet die Analyse von Marc Arnold. Der sportliche Leiter sah die Blau-Gelben zwar „weniger souverän als beim 2:0 in Bielefeld“, freute sich aber dennoch darüber, dass „durch so ein Spiel unser Selbstvertrauen steigt und wir zwei richtig schön herausgespielte Tore erzielt haben“.
Den Führungstreffer durch Ken Reichel (44.) hatte Emil Berggreen mustergültig vorbereitet, der Treffer des eingewechselten Gerrit Holtmann (71.) und das sehenswerte Tor von Mirko Boland (84.) rundeten den Tag für die Blau-Gelben positiv ab.
Youngster Holtmann hatte gegen Karlsruhe nicht seinen besten Tag erwischt und war bereits zur Halbzeit in der Kabine geblieben. Nun tat er sich nach seiner Hereinnahme als Torschütze und Vorbereiter hervor: „Vielleicht ist es für ihn so einfacher gewesen ins Spiel zu finden, als andersherum. In jedem Fall war es eine gute Reaktion von ihm und der Beweis dafür, dass wir einen gesunden Konkurrenzkampf im Kader haben“, ist Arnold zufrieden.
Hiervon hatte zunächst Nik Omladic profitiert, nach guten Trainingsleistungen den Vorzug vor Salim Khelifi erhalten. Der Slowene konnte zwar einige gelungene Ansätze verbuchen, nahm sich durch seine Rote Karte wegen Nachtretens gegen Frankfurts Marco Konrad (73.) jedoch selbst aus der Partie: „Über die Rote Karte braucht er sich nicht zu wundern, das war eine dämliche Aktion. Nun muss er sich durch seine Sperre wieder hinten anstellen“, adressiert Arnold klare Worte in Richtung des Rotsünders, der zweimal fehlen wird. Gleichzeitig macht der 44-Jährige aber deutlich, dass er zuvor nicht unzufrieden mit dem Mittelfeldmann gewesen ist: „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht und das Vertrauen, ihn aufzustellen, gerechtfertigt.“
Gegen St. Pauli ist der Ausfall von Omladic somit ein kleiner Wermutstropfen, ansonsten überwiegt im Lager der Blau-Gelben die Vorfreude: „Es ist ein Nordderby, ich rechne mit einem intensiven, hart umkämpften Spiel“, so Arnold, der hofft, dass nach zwei Niederlagen im Vorjahr wieder drei Punkte gegen die Kiezkicker verbucht werden können. Die bislang gute Runde des Fast-Absteigers der Vorsaison sei alles andere als ein Zufallsprodukt: „Nach dem Trainerwechsel hat man bereits in der Rückrunde positive Ansätze gesehen. Die Mannschaft ist ausgewogen besetzt, durch den guten Saisonstart kommt nun noch eine Menge Euphorie hinzu.“
Mannschaft: Gikiewicz (2,5) - Baffo (2,5), Decarli (2,5), Correia (3) - Reichel (2,5), Boland (2,5), Matuschyk (3), Sauer (3) - Hochscheidt (3,5), Omladic (4) - Berggreen (2,5).
Eingewechselt: 59. Holtmann (2,5) für Hochscheidt; 76. Pfitzner für Berggreen.
Tore: 0:1 (43.) Reichel (Vorarbeit Berggreen); 0:2 (71.) Holtmann; 0:3 (84.) Boland (Holtmann).
Zuschauer: 5218
Chancenverhältnis: 4:4
Eckballverhältnis: 5:4
Gelbe Karten: Hochscheidt, Reichel.
Rote Karte: Omladic (73.)
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