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Arnold: „Haben nie gejammert“

Sichtlich enttäuscht nach der Niederlage in Paderborn: Die Braunschweiger Ken Reichel (r.) und Marc Pfitzner. Foto: Eibner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Sonntag gegen Heidenheim – Dogan erneut ein Kandidat.

Von Elmar von Cramon, 20.10.2015.

Braunschweig. Während Stefan Effenberg seine ersten drei Punkte als Chefcoach der Paderborner feiern konnte, gab es für Eintrachts Zweitliga-Fußballer beim 0:2 in Ostwestfalen erstmals einen Punktverlust auf fremden Plätzen und die ersten beiden Auswärtsgegentreffer zu verzeichnen. Somit verpassten die Löwen den Sprung auf den Relegationsplatz und rangieren vor der Heimpartie gegen den Tabellenvierten Heidenheim (Sonntag 13.30 Uhr) nun im dicht gedrängten Verfolgerfeld auf dem siebten Tabellenrang.

„Wir haben nicht das abrufen können, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgert sich Marc Arnold und stellt gleichzeitig klar, dass die Ausfälle der vier Leistungsträger Marcel Correia, Mirko Boland, Emil Berggreen und Saulo Decarli nicht als Entschuldigung herangezogen werden sollten: „Wir haben noch nie über äußere Umstände wie Verletzungen gejammert, auch weil alle Akteure in unserem Kader den Anspruch besitzen, auf dem Platz stehen zu wollen“, so der sportliche Leiter der Löwen.
Auch der Riesenwirbel, den die Verpflichtung Effenbergs in medialer Hinsicht entfacht hatte, bietet für den 45-Jährigen keinen ausreichenden Anlass, als Grund für die Niederlage herzuhalten: „Für uns hatte das keinen Einfluss, auch wenn man sicher feststellen kann, dass er es geschafft hat, die Spieler anders anzusprechen. Umstellungen oder Veränderungen passieren aber auch ohne neuen Trainer. Wir wussten ungefähr, was auf uns zukam.“
Dies ahnte sicherlich auch Deniz Dogan, der aufgrund des Ausfalls von Decarli und Correia in den Kader berufen wurde und auf dem Platz mit einer sehr guten Zweikampfquote aufwartete: „Wir wussten, dass wir uns auf ihn verlassen können. Durch die Spiele in der U23 ist er nach wie vor topfit und war für diesen Tag eine gute Lösung“, lobt Arnold, der nicht ausschließen will, dass der 36-Jährige gegen Heidenheim erneut aufgeboten wird, sollte Kapitän Correia ausfallen. Decarli wird nach abgesessener Rotsperre wieder zur Verfügung stehen, außerdem hoffen die Löwen, gegen den Tabellenvierten aus Ostwürttemberg auf eine Rückkehr Berggreens.
Dessen dänischer Landsmann Mads Hvilsom hatte gegen Paderborn zwar versucht, sich in die Partie zu kämpfen, blieb aber auch aufgrund fehlender Anspiele weitestgehend wirkungslos: „Er hat das erste Mal überhaupt in einem Punktspiel von Anfang an gespielt und hat versucht, etwas zu reißen. Doch genau wie die gesamte Mannschaft, hat auch er nicht seinen besten Tag erwischt“, bedauert Arnold.
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