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Antonio Tassara macht seinen Urlaub in Lionsland

Braunschweigs Footballer erhalten Verstärkung für vier Spiele.

Von Daniel Beutler, 01.08.2012.

Braunschweig. Manche fliegen im Urlaub auf die Malediven und genießen am Strand die Sonne, andere klettern lieber in den Bergen. Antonio Tassara macht Urlaub in Braunschweig. Bei den New Yorker Lions.

Die Anreise war ziemlich lang. Geboren in Peru, Highschool und College in den Vereinigten Staaten von Amerika, 2010 zurück nach Italien in die Heimat seiner Vorfahren. Und jetzt vier Wochen „Urlaub“ in Braunschweig, den ihm sein Reisevermittler Sören Wendland organisierte. Mit dem spielte Tassara zusammen am Liberty College in den USA. Seit Wendland bei den Lions spielt, habe er ihn bei jeder Gelegenheit gefragt, ob er nicht auch in Braunschweig spielen wolle, berichtet der Globetrotter. Und so hat Lions-Cheftrainer Phil Hickey jetzt für vier Wochen eine Verstärkung für die Offense Line. Ferragosto sei Dank.
Denn mit dem „Festtag des Augustus“ kommt jedes Jahr fast ganz Italien für einen Monat zum Stillstand: Viele Italiener legen ihren gesamten Urlaub rund um den Feiertag und machen sich zu den Strände auf. „Das kann man vielleicht eine Woche aushalten, dann wird das langweilig“, erzählt der mehr als zwei Meter große Tassara, warum er sich die Chance hat nicht entgehen lassen in die Löwenstadt zu kommen. Zum einen liebe er Football, zum anderen habe er die Chance seinen besten Freund aus Collegezeiten zu besuchen und die Welt zu entdecken. „Ist das nicht cool?“, fragt der Offense Liner und beantwortet seine Frage gleich selbst. „Mehr kann ich nicht erwarten!“
Insgesamt ein Bildungs- und Aktivurlaub. Spanisch, Englisch und Italienisch beherrscht der Right Tackle schon, Deutsch soll folgen.
Aber der 130-Kilo-Mann genießt nicht nur die Annehmlichkeiten am Urlaubsort. „Solange ich hier bin, bin ich 100 Prozent für die Lions da“, macht Tassara klar. Zwar habe er seit seiner Zeit am College gut 20 Kilo, hauptsächlich Muskeln, verloren. „Ich bin aber immer noch ziemlich stark“, grinst der schrankbreite Italiener. „Und die Technik habe ich noch drauf, das ist, wie Rad fahren. Ich bin also bereit“, verspricht Tassara. Dass er es ernst meint, glaubt man ihm. Nur ein Jahr spielte er nach seiner Rückkehr nach Europa für die Milano Rhinos. „Da fehlte einfach die Leidenschaft. Das war für die nur Spaß“, erzählt Tassara. Das sei nichts für ihn gewesen und in Braunschweig ganz anders. Ganz so wie er es mag. Der Urlaub soll ja auch gefallen.
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