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Angriff ist die beste Verteidigung

Nach der bitteren 0:24-Niederlage in Stuttgart blicken Braunschweigs Footballer nach vorn.

Von Daniel Beutler, 27.07.2011

Braunschweig. Die jüngste Niederlage der New Yorker Lions am vergangenen Sonntag in Stuttgart hat zwei Sachen ganz deutlich gezeigt. Beim Football-Rekordmeister läuft nichts zusammen und alles schief. Anders kann eine 0:24-Niederlage, die erste überhaupt gegen die Scorpions und die erste ohne eigene Punkte nach über 16 Jahren, nicht zu Stande kommen.

Das größte Sorgenkind der Braunschweiger Footballer: Der Angriff. Zwar haben die Lions mit ihren sechs gespielten Partien im Schnitt drei Spiele weniger bestritten als ihre Gegner. Aber selbst mit den zwei Begegnungen gegen den Punktelieferanten aus Essen in ihrer Statistik, stehen die Braunschweiger nur auf Rang zwölf unter allen 14 Bundesligisten, was die durchschnittliche Angriffsleistung pro Spiel anbelangt. 211 Yards Raumgewinn erzielen die Lions im Schnitt pro Spiel. Die Kiel Baltic Hurricanes, als Tabellenführer in der Nordgruppe der Bundesliga, kommen mit knapp 422 Yards auf doppelt so viel.
Bei den Lions summieren sich die kleinen Fehler der Einzelnen zu einer langen Fehlerkette auf, der Motor stottert und am Ende standen zuletzt immer frustrierende Ergebnisse. „Man kann die Niederlagen keinem Spieler zuschreiben. Was uns fehlt ist die Konstanz, und das ist es auch, was letztlich den Unterschied ausmacht. Sowohl der Angriff, die Abwehr oder die Special Teams. Da wechseln sich gute und schlechte Leistungen ab, teilweise sogar während der Spiele. Dass alle drei Einheiten die ganze Partie über gut spielen, war in den vergangenen drei Begegnungen nicht der Fall“, analysiert Lions-Cheftrainer Seth-Womack. Abseits des Platzes stimme die Chemie in der Mannschaft jedenfalls, meint der Coach. Nur auf dem Platz noch nicht. Wie kann es besser werden im Kampf um die Playoff-Plätze? „Harte Arbeit!“, macht Womack klar. Jedes der nächsten sieben Spiele könne man gewinnen, aber das erfordere großen Kraftaufwand von allen. „Wir müssen die Niederlagen hinter uns lassen und auf die nächsten Partien blicken. Nur das hilft uns“, sagt Womack.
Und vielleicht etwas Mut. Statt Dennis Zimmermann wird Mike Friese aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Partien von Beginn an als Quarterback auf dem Feld stehen. Ob es helfen wird, wenn man ein Rädchen in der Football-Maschine der Lions ändert, wird sich am Sonntag beim nächsten Spiel zeigen.
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