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Anfragen aus aller Welt: „Dann schicken wir auch mal eine Dose nach Kanada“

Serie „Wahre Fans“, Teil I: Bei Sammlern begehrt – Am 15. November geht Eintracht-Dose Nummer vier in den Verkauf.

Von Marion Korth, 16.10.2011

Braunschweig. „Ja, selbstverständlich bin ich Eintracht-Fan – und nach jedem Spiel heiser geschrien.“ Peter Lehna, einer der Geschäftsführer der Brauerei Wolters und Marketingfachmann des Hauses, muss hier nicht zwischen Unternehmen und Privatleben trennen.

Die Idee, speziell gestaltete Eintracht-Dosen auf den Markt zu bringen, hat sich als echter Volltreffer erwiesen. Am 15. November kommt Sammlerdose Nummer vier in den Handel.
Derzeit läuft die Produktion an. 100 000 Stück sollen vom 24. bis 29. Oktober befüllt werden. In dieser Woche werden die Dosen hergestellt. Diesmal kommt ein roter Löwe – das markante Wappentier der Eintracht und der Löwenstadt Braunschweig – auf den silbrig glänzenden Dosenbauch. Ein Verkaufsschlager wird auch diese vierte Edition. Kaum hatte der Handel von der Neuauflage erfahren, klingelten die Telefone in der Brauerei. „Die 100 000 Dosen decken bei weitem nicht den Bedarf, in zwei Stunden war alles weg“, sagt Lehna. Das war bei der ersten Dose noch ganz anders, „da mussten wir noch auf den Handel zugehen“.
Mit einem solchen Erfolg aber hatte selbst Eintracht-Fan Lehna nicht gerechnet. „Ich habe nicht gewusst, wie das einschlagen würde“, erinnert er sich an die Anfangsüberlegungen zur ersten Sammlerdose. Zudem hatte sich die Brauerei die für den Absatz von Dosenbier schlechteste Zeit ausgesucht: November 2010. Dann die große Überraschung: „Durch die Eintracht-Dose hatten wir in diesem Monat die fünffache Menge an Dosenbier abgesetzt.“ Ein Zusatzeffekt machte sich bemerkbar, die Kunden nahmen bewusst war, dass es überhaupt wieder Woltersbier in der Dose gibt. Die Dose war nämlich ebenso wie die Biermarke „Schwarzer Herzog“ von der Inbev-Konzerngruppe, zu der Wolters zu der Zeit gehörte, vom Markt genommen worden. Erst 2009 begann Wolters, jetzt als eigenständiges Unternehmen, wieder mit der Dosenbierproduktion. Jedes Mal, wenn eine Sammlerdose in den Handel kommt, kurbelt das auch den Verkauf der „normalen“ Dosen an. Eine schöne Sache fürs Unternehmen, aber der Fangeist bleibt deshalb nicht auf der Strecke: „Die Eintrachtdose kostet genau dasselbe, wir haben uns bewusst entschieden, sie nicht teurer als die anderen Dosen zu verkaufen“, sagt Lehna. Einen günstigeren Fanartikel, noch dazu einen mit Sammlerwert und – wenn die Getränke ausgehen – praktischem Nutzen, gibt es wohl kaum. Der Inhalt ist allemal gut, um einen Sieg der Eintracht-Fußballer zu begießen, „aber die meisten Eintracht-Dosen stehen sicher im Regal, für die Fans ist es ein Muss, so einen Artikel zu haben“, sagt Lehna. Über das Eintracht-Forum geht die Nachricht über jede neue Edition hinaus in alle Welt. Wie weit der Eintracht-Fankreis reicht, das habe die Brauerei erst dadurch erfahren. „Wenn wir ganz liebe oder witzige Anfragen bekommen, dann schicken wir auch mal eine Dose nach Kanada oder Amerika“, sagt Lehna.
Ach ja, eine Besonderheit ist mit Sammlerdose Nummer vier verbunden. 10 000 Dosen haben eine rote Aufreißlasche. Wer so ein Exemplar hat, kann sich bei Wolters melden, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Der Hauptgewinner darf sozusagen mit Peter Lehna zum Fußball und bekommt für sich und eine Begleitperson eine Einladung zu einem Heimspiel der Eintracht auf die Haupttribüne mit Bewirtung im VIP-Zelt.
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