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Andries Jonker: „Wir müssen beim HSV gewinnen“

War von Gladbach Mahmoud Dahoud nicht zu halten: Wolfsburgs Maximilian Arnold. regios24

Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Fußball-Bundesliga spitzt sich zu – VfL Wolfsburg läuft am Samstag in Hamburg auf.

Von Jörg Kleinert, 16.05.2017.

Wolfsburg. Der Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga spitzt sich am letzten Spieltag zu. Denn mit dem FSV Mainz 05, dem FC Augsburg, dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV bangen vier Vereine bis zum Schluss um den Verbleib im Oberhaus.

Allerdings: Der direkte Abstieg droht keinem in diesem Quartett, es geht nur noch um die Relegation. Seit dem vergangenen Samstag und dem 1:1 in Freiburg steht der Abstieg des FC Ingolstadt fest. Die „Schanzer“ begleiten Darmstadt 98 in Liga zwei.

Der VfL Wolfsburg verpasste vor vier Tagen durch das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach den vorzeitigen, sicheren Klassenerhalt. Den „Wölfen“ steht nun das Relegationsendspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim HSV bevor. Ihnen reicht dabei ein Remis für den Ligaverbleib. Die zwei Punkte schlechteren Hamburger, die derzeit den 16. und somit den Relegationsplatz belegen, müssen unbedingt gewinnen, sonst treten die Hansestädter zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren zum Entscheidungsspiel gegen den Dritten der 2. Fußball-Bundesliga an.

Gegen Gladbach erlebten die Wolfsburger eine emotionale Partie mit Höhen und Tiefen. Nach Mario Gomez’ Ausgleich zum 1:1 (58.) kam es in der 79. Minute wegen eines Unwetters zu einer 28-minütigen Unterbrechung. Der VfL-Torjäger ärgerte sich darüber anschließend vor den TV-Kameras: „Dieses Gewitter hat zur Saison bisher gepasst. Wir waren am Drücker und kurz davor, das 2:1 zu machen. Dann gehst du wieder raus in die Kabine und denkst wegen der anderen Ergebnisse, dass es reicht. Dann macht Hamburg noch ein Tor, dann Schalke noch eins, wo der Schiedsrichter sagt: nein.“

Auch VfL-Coach Andries Jonker reagierte angefressen auf die Unterbrechung – mitten in jene Phase, in der die Wolfsburger ihren Gegner dauerhaft in dessen Spielhälfte gedrängt hatten: „Für uns war es natürlich scheiße, weil ich das Gefühl hatte, dass wir auf dem Weg zum 2:1 waren.“ Der Niederländer legt die Messlatte für das Spiel beim HSV hoch an. „Wir müssen gewinnen. Wir müssen es selbst machen, das hat man heute mit den Umständen auch wieder gesehen.“

Von einem möglichen Relegationsspiel oder gar dem Abstieg will Gomez nichts wissen: „Wir steigen nicht ab, auf keinen Fall. Diese Frage stellt sich für mich nicht.“ Der Nationalspieler räumte indes ein: „Aber es ist Spannung da.“
Zumindest statistisch sieht es für die „Wölfe“ gegen den HSV gut aus. Elfmal in Folge – Heim- und Auswärtsspiele zusammengenommen – haben die Wolfsburger gegen den HSV in der Bundesliga nicht verloren. Ein gutes Omen?

Die Konstellation im Abstiegskampf:
FSV Mainz 05: 13. Platz, 37 Punkte, 44:53 Tore.
Zwar beträgt der Vorsprung auf die Verfolger nur zwei Punkte, doch da der HSV auf Wolfsburg trifft und der FSV (-9) ein deutlich besseres Torverhältnis hat als Wolfsburg (-17), können die Mainzer durchatmen. Die Mainzer treten zum Abschluss in Köln an.

FC Augsburg: 14. Platz, 37 Punkte, 35:51 Tore.
Siegt der HSV gegen Wolfsburg, benötigen die Schwaben für den Ligaerhalt einen Punkt aus dem Spiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Von den Wölfen auf Platz 15 unterscheidet die Augsburger nur das Torverhältnis. Augsburg ist mit -16 um ein einziges Tor besser. Der FCA darf nicht höher verlieren als Wolfsburg.
VfL Wolfsburg: 15. Platz, 37 Punkte, 33:50 Tore.

Mit einem Punkt beim HSV wäre Wolfsburg gerettet. Kurios: Verliert der VfL beim HSV mit 2:3 und Augsburg unterliegt bei der TSG Hoffenheim mit 0:2, sind die „Wölfe“ und der FCA punkt- und torgleich. Dann würde der direkte Vergleich entscheiden, in dem der VfL (2:0, 1:2) die Nase vorne hat.
Hamburger SV: 16. Platz, 35 Punkte, 31:60 Tore.

Das Last-Minute-Tor beim FC Schalke rettete den HSV vor der fast sicheren Relegationsteilnahme. Da der Abstand der Hamburger auf den VfL Wolfsburg nur zwei Punkte beträgt, haben die Hanseaten am Samstag alles selbst in der Hand. Ein Sieg und sie wären gerettet.
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