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An der Weser Anlauf nehmen

Auf Derek Needham (l.) wird gegen die starken Eisbären-Guards Schwerstarbeit zukommen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen wollen am Samstag (18.30 Uhr) in Bremen gewinnen.

Von Christoph Matthies, 23.10.2015.

Braunschweig. Mit ihrem 40-Punkte-Triumph in Bayreuth konnten die Löwen-Basketballer in der noch jungen Saison auswärts bereits ein echtes Ausrufezeichen setzen. Wie deutlich es am Samstag (18.30 Uhr) bei den Eisbären in der Bremer ÖVB-Arena wird, dürfte Cheftrainer Raoul Korner und seinem Team mehr oder weniger egal sein – ein Sieg darf es für den Zwölften der BBL-Tabelle aber schon werden.

Die Fans in der Löwenstadt sollten den Klub an der Nordsee noch in bester Erinnerung haben. Nach einem bis dahin schwachen Verlauf war es die Partie gegen die Eisbären am 16. Spieltag, die in der Vorsaison den Wendepunkt markierte. Das 76:74 am 30. Dezember in Bremerhaven war der Ausgangspunkt einer fünf Spiele andauernden Siegesserie, die den Angriff auf die Playoffs einleitete, der am Ende nur denkbar knapp misslang. Die Heimpartie gegen die Eisbären im Februar ging sogar mit 92:61 an die Löwen.

Coach Korner gibt auf die positiven Ergebnisse der Vorsaison wenig, zumal die Gastgeber ihren Kader ebenso wie die Braunschweiger gehörig durcheinander gewirbelt haben. Mit Tyrus Thomas konnte sich das Team von Trainer Muli Katzurin die Dienste eines Spielers sichern, bei dessen Vorstellung die Basketball-Bundesliga kollektiv den Atem anhielt. Der 2,08 Meter große Power Forward wurde 2006 an vierter Position in die NBA gedraftet und ging in über 400 Partien für Chicago, Charlotte und Memphis auf Korbjagd. In den vergangenen Jahren fiel der Amerikaner in der besten Liga der Welt allerdings in Ungnade, die BBL stellt nun einen Neuanfang für den 29-Jährigen dar.

Ob Thomas am Samstag spielt, ist jedoch ungewiss, in der laufenden Saison kam er, wohl wegen seines Fitnesszustandes, noch nicht zum Einsatz. Leistungsträger sind bisher die Guards Kyle Fogg und Jerry Smith, die beide mehr als 14 Punkte pro Partie erzielt haben. Besonders Dreierspezialist Fogg hat der Löwen-Trainer auf dem Zettel. „Er ist ein Spieler zwischen Genie und Wahnsinn“, sagt Korner über den Amerikaner, der in den ersten vier Partien aber mit seiner Wurfquote haderte (28,6 Prozent).

Ein Grund zum Aufatmen ist das nicht. Fogg und die Eisbären, derzeit punktgleich mit den Löwen, werden sich vor fast 10 000 Zuschauern in Bremen von ihrer besten Seite zeigen wollen.
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