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„Alle Spiele gewinnen – egal wie“

Den Ball im Blick: Eintrachts Onel Hernandez im Duell mit Selim Guenduez (VfL Bochum). Foto: SH

Eintracht empfängt Union zum Spitzenspiel – Ärger über 1860-Coach ist abgeklungen.

Von Elmar von Cramon, 05.05.2017.

Braunschweig. Unter Flutlicht empfangen Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Montagabend um 20.15 Uhr Union Berlin zum Topspiel des drittletzten Spieltags. Die Löwen könnten die Tür zur 1. Bundesliga ein weiteres Stück aufstoßen, während die „Eisernen“ darum kämpfen, den Anschluss an das Führungstrio zu halten.
Alle Aufstiegskandidaten hielten sich am vergangenen Wochenende schadlos, so bleiben wird dies jedoch nicht: Nach dem Duell zwischen den Blau-Gelben und den „Eisernen“ bekommen es am kommenden Wochenende Hannover und Stuttgart mitein-ander zu tun.

„Wir wollen selbstbewusst auftreten, wissen aber auch, dass das eine weitere große Herausforderung wird“, erklärt Torsten Lieberknecht vor dem Duell mit den Berlinern. Nach dem 1:0-Erfolg in München können die Blau-Gelben die Partie aber auch gelassener angehen als die Mannschaft von Jens Keller, die nur bei einem Sieg mit drei Toren Unterschied an den Löwen vorbeiziehen würde: „Die Unioner stehen fast vor ihrer letzten Chance und dürfen das Spiel nicht verlieren“, weiß auch der Eintracht-Coach, der sich mit seiner Mannschaft „ganz normal“ auf die Partie vorbereiten wird.
Selten war es in der zweiten Liga in den Vorjahren oben wie auch unten derartig spannend. Aus diesem Grund ist Lieberknechts oberste Priorität, die Partien „egal wie“ zu gewinnen: „Es geht aufgrund der momentanen Konstellation nicht darum bundesligareif zu spielen, sondern in die Bundesliga aufsteigen.“
Abgeklungen ist mittlerweile der Ärger über 1860-Coach Vitor Pereira, dessen unsportliches Verhalten Lieberknecht im Nachgang an den 1:0-Sieg seines Teams noch beschäftigte: „Vertreter von 1860 haben sich bei mir entschuldigt, deshalb ist die Sache für mich erledigt.“ Den Sieg seiner Mannschaft führte er trotz des hohen Drucks der Münchner auf die „gute Defensivarbeit und mehr Qualität in einer entscheidenden Situation“ zurück.
Der Defensive wird gegen Berlin nun mit Saulo Decarli (fünfte Gelbe Karte) ein wichtiger Mosaikstein fehlen, was Lieberknecht jedoch keine Sorgenfalten ins Gesicht treibt: „Letztendlich ergibt sich so die Chance für jemand anderen, wir sind mannschaftlich geschlossen und mental stark genug, Ausfälle zu kompensieren.“
Neben dem sicheren Ausfall von Marcel Correia (Reha) und Adam Matuschyk (Sehnenbeschwerden im Oberschenkel) steht ein Mitwirken von Phil Ofosu-Ayeh (Kniebeschwerden) auf der Kippe. Patrick Schönfeld ist nach zwei Partien in der U23 erneut im Rhythmus und steht in der Endphase des Aufstiegskampfes wieder zur Verfügung: „Er wollte unbedingt spielen und hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, freut sich der 43-Jährige.
Der Aufstiegskampf elektrisiert auch die Eintracht-Fans: Rund 5000 Anhänger wollen ihre Mannschaft zum letzten Auswärtsspiel begleiten, außerdem ist der Heimbereich im Saisonfinale gegen den Karlsruher SC seit Wochenmitte restlos ausverkauft.
So könnten sie spielen : Fejzic - Reichel, Valsvik, Baffo, Sauer - Boland, Moll (Omladic) - Hernandez, Hochscheidt (Khelifi) - Kumbela (Abdullahi), Nyman.
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