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Achtbar aus der Affäre gezogen

Hatte einen schweren Stand gegen die Gäste vom FC Sevilla: Eintrachts Mirko Boland. Foto: T.A.

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht unterliegt im Testspiel gegen den FC Sevilla mit 1:2.

Von Elmar von Cramon, 26.07.2014.

Braunschweig. Die Generalprobe endete mit einer Niederlage: Im letzten Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison mussten sich die Zweitliga-Fußballer von Eintracht dem FC Sevilla vor 8050 Zuschauern mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.

Bei regnerischem Wetter zogen sich die Löwen gegen den amtierenden Europa-League-Gewinner über weite Strecken gut aus der Affäre und kassierten nach dem Führungstreffer durch Norman Theuerkauf (30.) erst in der Schlussphase die beiden Gegentreffer.
„Natürlich hätten wir uns nach Abpfiff ein anderes Ergebnis gewünscht. Trotzdem war es insgesamt gesehen gegen eine technisch unglaublich gute Mannschaft ein sehr guter letzter Test, der noch mal das eine oder andere an Erkenntnis gebracht hat“, zog Torsten Lieberknecht nach dem Spiel ein positives Fazit. Außerdem hob der Eintracht-Coach den Entwicklungsprozess der Mannschaft im Verlauf der Vorbereitung auf die neue Saison hervor: „Man hat heute gesehen, dass die Mannschaft wächst und sich neu strukturiert.“ Vor Anpfiff hatte der 40-Jährige noch kurzfristige Ausfälle zu verkraften. Nach Saulo Decarli mussten auch Deniz Dogan und Matthias Henn angeschlagen passen.
Die Führung hatten die Blau-Gelben nach einer halben Stunde erzielt, als ein Zuspiel des agilen Raffael Korte in den Lauf von Norman Theuerkauf abgefälscht wurde, dieser Diogo auf Höhe des Elfmeterpunkts aussteigen ließ und FCS-Keeper Beto per Flachschuss überwand.
Unglücklich waren die beiden Gegentore, die unter Mithilfe der blau-gelben Defensive entstanden: Benjamin Kessel trat nach einem Pass in der Zentrale über den Ball, was Juan Munoz die Chance gab, auf und davon zu ziehen und den herauseilenden Rafal Gikiewicz kurz vor der Strafraumgrenze zu überwinden (79.). Beim Führungstreffer für Sevilla fälschte Vegar Eggen Hedenstad den Ball im Fünfmeterraum unglücklich ins eigene Netz ab, nachdem die Löwen den Ball zuvor nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatten (84.). Ein Tor von Orhan Ademi wurde in der Nachspielzeit wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Zuvor hatten Hendrick Zuck (59./89.) Jan Hochscheidt (63.), Salim Khelifi (69./76.) und Neuzugang Mushaga Bakenga (82.) die Möglichkeit besessen, weitere Eintracht-Tore zu erzielen: Sevillas Coach Unai Emery sah die Löwen nach Abpfiff als ebenbürtigen Gegner an: „Es war ein ausgeglichenes Spiel, das auch Unentschieden hätte ausgehen können.“
Auch laut Marc Arnold hatten sich die Blau-Gelben gegen die europäische Top-Mannschaft achtbar aus der Affäre gezogen: „Wir haben eine sehr gute Leistung gegen eine Top-Mannschaft gezeigt. Sevilla hat in den letzten 30 Minuten durch die Einwechslungen nochmals an Qualität zugelegt.“ Trotz „unglücklicher Gegentreffer“ wäre in den Augen des sportlichen Leiters auch ein Sieg drin gewesen: „Wir hatten mehrere Gelegenheiten, den Sack zuzumachen, der letzte Pass kam oftmals aber nicht präzise genug.“
Bis zum Auftaktspiel am kommenden Freitag sieht der 43-Jährige noch genug Zeit, um auch an den letzten Feinheiten für einen erfolgreichen Saisonstart zu arbeiten: „Wir liegen voll im Plan und sind gut vorbereitet, um in Düsseldorf vor toller Kulisse an die Leistungsgrenze zu gehen.“
Eintracht: Petkovic (46. Gikiewicz) - Reichel, Correia, Kessel, Hedenstad - Theuerkauf (46. Khelifi) - Hochscheidt (65. Vrancic), Boland (73. Pfitzner), Nielsen (65. Ademi), R. Korte (46. Zuck) - Kruppke (46. Bakenga).
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