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Abstiegs-Showdown für den VfL Wolfsburg

In Leipzig gefordert: Wolfsburgs Ohis Felix Uduokhai, hier gegen Luca Waldschmidt (HSV). Foto: regios24/Darius Simka

1. Fußball-Bundesliga: Labbadia-Team tritt am Samstag bei RB Leipzig an – Kapitän Ignacio Camacho muss passen.

Wolfsburg, 04.05.2018.

Bis zum Freitag schwor Trainer Bruno Labbadia seine Mannschaft in einem Kurztrainingslager im beschaulichen thüringischen Teistungen auf den Abstiegs-Showdown in der Bundesliga ein. Noch zwei Spiele stehen an, das erste bestreitet der VfL am Samstag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig. Im Hinspiel trafen beim 1:1 nur Außenverteidiger: Marcel Halstenberg und Paul Verhaegh.

Die Gastgeber kämpfen noch um einen Europa-League-Platz. Noch ist Leipzig Sechster, RB hat aber nur drei Punkte Vorsprung auf den Neunten. Die Champions League ist derweil fünf Punkte in der Ferne.

Leipzig ist komplett aus dem Tritt, seit fünf Pflichtspielen sieglos (ein Remis, vier Niederlagen). Mehr noch: Gegen Wolfsburg ist eine komplette Leipziger Achse gesperrt: Emil Forsberg, Naby Keita und Willi Orban.

Nicht viel besser steht es um die Form der Wolfsburger. Abgesehen vom ersten Spieltag belegt Wolfsburg nach der jüngsten 1:3-Heimniederlage gegen den HSV erstmals in dieser Saison einen der letzten drei Plätze. Der Vorletzte HSV liegt nur noch zwei Punkte hinter Wolfsburg. Selbst wenn der VfL den ersten Bundesliga-Abstieg direkt vermeiden sollte, droht erneut die Relegation.

Wie den Leipzigern fehlt auch dem VfL heute wichtiges Personal. Kapitän Ignacio Camacho (nach Muskelfaserriss im Oberschenkel) muss ebenso passen wie Victor Osimhen, der wegen seiner ausgekugelten Schulter womöglich operiert werden muss. Fraglich ist, ob Wolfsburgs Top-Torjäger Daniel Didavi, der vor dem HSV-Spiel wegen Achillessehnenproblemen abgewunken hatte, grünes Licht für seinen Einsatz signalisiert. Riechedly Bazoer (Schlag aufs Knie) setzte unter der Woche mit dem Training aus.

Am Mittwochvormittag waren die Wölfe nach Teistungen aufgebrochen, eine 2500-Seelen-Gemeinde in der thüringischen Provinz. „Sinn der Sache ist, dass wir Ruhe haben und konzentriert und fokussiert arbeiten können. Wir wollen auf und auch außerhalb des Platzes viel Zeit miteinander verbringen und glauben, dass wir dort gute Bedingungen dafür haben“, betont VfL-Trainer Bruno Labbadia. „Wir haben einen Plan für uns, was wir machen werden“, sagte Labbadia. Er weiß um den positiven Effekt, den ein solches Kurztrainingslager haben kann. 2015, im Vorfeld der Relegations-Rettung des HSV, fuhr er mit den Hanseaten zweimal nach Malente – Aufenthalte mit Lagerfeuer, Trainingseinheiten und Grillabend.

Das Versteckspiel – alle Trainingseinheiten des VfL im Thüringischen sind nicht-öffentlich – muss heute indes vorbei sein. Die Mannschaft muss sich zeigen, sie muss liefern. Anders als vor Wochenfrist gegen den HSV. „Wenn jetzt nicht alle Alarmglocken läuten, dann habe ich keine Ahnung“, hatte VfL-Mittelfeldmann Maximilian Arnold nach der Pleite gegen den HSV gesagt: „Wir müssen uns verdammt noch mal den Arsch aufreißen.“
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