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Abschied von den Artland Dragons

Nico Simon (links), der auf diesem Foto einen Screen von Kyle Visser nutzt, bleibt zwei weitere Jahre in Braunschweig. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Der Derbyrivale stellt den Spielbetrieb ein – Löwen verlängern mit Simon.

Von Christoph Matthies, 05.05.2015.

Braunschweig. Geplant für Sonntag war eine gesellige Verabschiedung des Löwen-Teams von den Fans. Die wurde es auch, allerdings überschattete ein Thema die Veranstaltung in der VW-Halle: Der Rückzug der Artland Dragons vom Spielbetrieb der Basketball-Bundesliga.

„Ich war ein bisschen schockiert“, kommentierte Löwen-Guard Corny Adler die Nachricht aus dem 13 000-Seelen-Ort Quakenbrück, den Profispielbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Im Jahr 1996 waren die Dragons in die 2. Bundesliga aufgestiegen, 2003 folgte unter dem heutigen Bundestrainer Chris Fleming der Aufstieg ins Oberhaus. Seitdem gehört der Vizemeister von 2007 zum festen Inventar der BBL. In dieser Saison wurde erstmals seit 2010 der Playoff-Einzug verpasst. Offensichtlich Grund genug für Textilunternehmer und Hauptförderer Günter Kollmann, den Verein abzumelden. Aufgrund der Weiterentwicklung der BBL und den gestiegenen Gesamtetats der Konkurrenz sei es nicht mehr möglich, „den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden“, so die Pressemitteilung des Vereins.

Löwen-Coach Raoul Korner zeigte sich nicht überrascht, aber doch besorgt ob der Nachricht aus Quakenbrück: „Das ist nicht gut für die Liga. Es hilft nicht bei dem Vorhaben, bis 2020 die beste Liga Europas zu sein, wenn eines der Topteams wegbricht“, so der Coach, der aber feststellte: „Besser jetzt als mitten in der Saison.“

Löwen-Geschäftsführer Norbert Rüscher, der Ende Juni sein Amt niederlegt und sich am Sonntag bei den Fans bedankte und verabschiedete, zeigte drei mögliche Varianten auf. Neben der Vergabe einer Wild Card sei es auch möglich, die kommende Saison mit 17 Vereinen zu beginnen. Variante drei, dass sich ein finanzkräftiger Bewerber, etwa ProA-Club Hamburg Towers, in die BBL einkaufe, lehnten die Vereine dagegen ab, bekräftigte Rüscher.

Simon bleibt ein Löwe

Eine erste Vertragsverlängerung gab Sportdirektor Korner am Sonntag bekannt. Die Ankündigung, dass Shooting Guard Nico Simon für zwei weitere Jahre an die Löwen gebunden wurde, sorgte für großen Jubel bei den rund 300 anwesenden Fans.
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