Anzeige

„0:3 erschüttert den Lernprozess nicht“

Fußball: Eintracht-Coach will in Bielefeld die zweite DFB-Pokalrunde erreichen – Keeper Daniel Davari droht auszufallen.

Von Elmar von Cramon, 31.07.2013

Braunschweig. Nur noch wenige Tage, dann starten Eintrachts Erstliga-Fußballer gegen Arminia Bielefeld in die Saison. Vor dem DFB-Pokalspiel am Sonntag gilt es für Torsten Lieberknecht, die richtigen Schlüsse aus der 0:3-Niederlage gegen West Ham zu ziehen, um gegen den Zweitligisten eine schlagkräftige Elf auf den Rasen zu schicken.

Drei Tage nach der misslungenen Generalprobe rechnet der Eintracht-Trainer damit, dass seine Mannschaft das Spiel am Sonntag verdaut hat und ein anderes Gesicht zeigen wird: „Wir wollten in der Vorbereitung von den vielen hochklassigen Gegnern aufgezeigt bekommen, wo es noch hakt. Das 0:3 erschüttert unseren Lernprozess deshalb nicht, trotzdem haben wir Fehler gemacht, die die Zuschauer hier in den letzten Jahren nicht mehr gesehen haben“, nimmt Lieberknecht kein Blatt vor den Mund.
Den „Unglücksraben“ Ermin Bicakcic, nahm der Ex-Profi in Schutz und kündigte an, sich künftig noch akribischer auf die Testspiele vorzubereiten: „Ermin ist ein herausragender Spieler, ihm wird so etwas nicht mehr passieren. Weiterhin werden wir im Vorfeld noch mehr in die Spielbeobachtung unserer Testspielgegner investieren.“ Unterdessen läuft die Vorbereitung für die Erstrundenbegegnung um den DFB-Pokal auf vollen Touren.
„Die Partie gegen Bielefeld wird ein komplett neues Spiel. Zum ersten Mal seit 28 Jahren treten wir als Bundesligist zu einem Pflichtspiel an und wollen eine Runde weiter kommen“, freut sich der 39-Jährige, wohl wissend, dass der Gang auf die „Alm“ durchaus anspruchsvoll sein wird: „Sie sind nicht umsonst in die 2. Liga aufgestiegen, außerdem darf man den Pokalcharakter nicht außer Acht lassen.“
Personell gibt es für Lieberknecht diverse Fragezeichen: Gianluca Korte laboriert an einer Zerrung, Domi Kumbela (Reha) fehlt weiterhin. Keeper Daniel Davari, der gegen West Ham eine Reizung des Innenbandes erlitt, droht nun ebenfalls auszufallen. Eine Vorentscheidung um die Nummer eins im Eintracht-Tor zugunsten von Marjan Petkovic ist damit aber noch nicht gefallen: „Das Spiel in Bielefeld fällt noch mit in die Verlosung“, macht Lieberknecht klar, dass erst vor dem Heimauftakt gegen Werder Bremen eine Entscheidung zwischen den beiden Torleuten fällt.
In Bremen hält sich der Eintracht-Coach beim Internationalen Trainer-Kongress auf und nimmt wie seine Kollegen Dieter Hecking und Mirko Slomka an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Der deutsche Fußball nach dem Champions League Finale und vor der WM 2014“ teil. Zuvor durfte sich Lieberknecht, der morgen seinen 40. Geburtstag feiert, über Platz sechs bei der Wahl zum „Trainer des Jahres 2013“ der deutschen Sportjournalisten freuen. Sieger wurde mit weitem Abstand Jupp Heynckes.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.