Anzeige

Zwischenbilanz: Erfolg nach ECE

Verwaltung legt Umfrage zur Innenstadt vor

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Erfolg auf der ganzen Linie: Die Verwaltung hat eine Zwischenbilanz zum Thema „Schlossarkaden“ vorgelegt, Zahlen und Einschätzungen zeigen durchweg positive Entwicklung.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK), der Arbeitsausschuss Innenstadt (AAI), das Braunschweig Stadtmarketing und Professor Dr. Walter Ackers (nach dessen Gutachten weite Teile der Innenstadt umgebaut wurden), sind befragt worden, die Meinungen klingen einhellig: Vom Bau der Schloss-Arkaden haben alle profitiert.
Antworten in Auszügen
IHK: „Vor dem Bau der Schlossarkaden waren die Befürchtungen riesengroß: Der Bohlweg könne den zusätzlichen Verkehr nicht verkraften. Nach über einem Jahr Betrieb lässt sich ein erfreuliches Fazit ziehen: Alles läuft bestens, und nicht etwa, weil Autos und Fußgänger weggeblieben wären, sondern trotz der Tatsache, dass die Flaniermeile immer mehr Leute anzieht.“
AAI: „Als Zwischenbilanz kann festgestellt werden, dass der Effekt des massiven Kaufkraftabflusses aus anderen innerstädtischen Bereichen – zumindest in dem befürchteten Maße – ausgeblieben ist. Die Rekonstruktion des Residenzschlosses ist darüber hinaus auch aus touristischer Sicht ein Gewinn für Braunschweig.“
Stadtmarketing: „Keine Zunahme an Leerständen, weitgehende Aufwertung des Einzelhandelbesatzes, höhere touristische Attraktivität.“
Professor Walter Ackers: „Man muss nicht unbedingt Anhänger des kommerziellen Konzepts der Schlossarkaden sein, um festzustellen, dass die Stadt die Investition erfolgreich für ihre Innenstadtentwicklung genutzt hat. Ein buchstäblich unüberwindbares Problem, die innerstädtische Zonengrenze Bohlweg, konnte beseitigt werden.“
„Mich persönlich freut besonders die positive Aussage vom Arbeitsausschuss Innenstadt“, sagte der Oberbürgermeister, „denn gerade die Kaufleute hatten starke Bedenken und gehörten teilweise zu den Gegnern des ECE-Projekts.“ Er selbst habe diese Befürchtungen akzeptiert und zum Teil verstehen können.
Umso schöner sei es, dass nun ein rundum erfreuliches Ergebnis vorliege. Das könnte noch mit zusätzlich abgefragten Fakten untermauert werden. So sei die Zahl der abhängig Beschäftigten im Einzelhandel stabilisiert worden und um rund 800 Personen angestiegen. Damit habe Braunschweig im Vergleich mehr Menschen im Einzelhandel als der Durchschnitt in Niedersachsen.
Die Schloss-Rekonstruktion sei ein gutes Beispiel für die Abkehr und Überwindung des Gleichförmigen und Austauschbaren, macht die Verwaltung den architektonischen Anspruch des Projekts deutlich. Besonders positiv sei auch der Erfolg der Bibliothek und des Veranstaltungszentrums „Roter Saal“ in den neuen Räumen im Schloss.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.