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Zusagen für die Region: Kirche bleibt im Dorf

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann zieht eine positive Zwischenbilanz nach 15 Monaten Regionsdebatte

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Die Kirche bleibt im Dorf – und das Rathaus auch: In seiner Zwischenbilanz zur Regionsdebatte zeichnete Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann eine positive Entwicklung.

Wenn alles so kommt, wie er sich das im besten Fall vorstellt, dann könnten mittelfristig alle von einer neuen Region profitieren: Vor allem sollen durch schlankere Verwaltungen Kosten gesenkt werden.
„Die dramatische Finanzkrise und die demografische Entwicklung“ führten zu dringendem Reformbedarf.
Ein großer Schritt in die richtige Richtung sei die jüngste Zusammenkunft der beiden Aufsichtsräte der Projektregion Braunschweig und der WOB AG gewesen, betonte Hoffmann, erstmals sei eine intensive Kooperation auf wichtigen Handlungsfeldern verabredet worden. Als „Sensation“ bezeichnete er die Verpflichtung beider Gesellschaften, den Zusammenschluss innerhalb von drei Jahren anzustreben. „Das ist praktisch schon der entscheidende Schritt in Bezug auf eine Verdichtung der regionalen Zusammenarbeit auf wesentlichen Feldern“, sagte Hoffmann.
Vier „Körbe“ wurden gefüllt, mit den Bereichen Bildung, Gesundheit, Energie, Freizeit/Tourismus, Wirtschaftsförderung und Automobilwirtschaft/-Forschung, jede der Gesellschaften ist für zwei „Körbe“ zuständig. Und jede Gesellschaft erledigt ihre Aufgaben für die gesamte Region.
„Diese Arbeit wird – eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorausgesetzt – zum weiteren Zusammenwachsen und auch zum Abbau von Vorbehalten führen“, ist Hoffmann sicher. Vorstand und Betriebsrat von Volkswagen seien dabei ein wichtiger, positiver Treiber.
Positiv sieht Hoffmann auch die Diskussion in den Parteien. Die SPD habe mit ihrem Bezirkssparteitagsbeschluss immerhin ganz klar ihre Auffassung von einem dringenden Reform-und Veränderungsbedarf in der kommunalen Struktur unterstrichen.
Auch die CDU-Kreisverbände Braunschweig und Wolfenbüttel hätten sich klar für Reformbedarf entschieden, ebenso wie einzelne Mandatsträger in Gifhorn, Schöningen und Goslar. „Die FDP äußerst sich erstaunlich wenig“, bemerkte Hoffmann. Handwerk und Wirtschaft unterstützten seine Bestrebungen ohnehin.
Als Vertreter der Industrie- und Handelskammer betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Bernd Meier, dass er das von der IHK in Auftrag gegebene Regionsgutachten auf einer „Rundreise“ überall vorgestellt habe. Dabei sei es besonders wichtig gewesen zu betonen, dass die Aufgaben der Gemeinden mit der Regionsbildung gestärkt werden sollen. Die Bürger befürchteten längere Wege beim Umgang mit Behörden. „Aber das soll es gerade nicht geben, möglichst viele Befugnisse sollen in den Rathäusern bleiben.“
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