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Zu Gast beim Bürgermeister – Teil 2

Im Gespräch mit der NH äußert sich Wittich Schobert über den sozialen Wohnungsbau. Foto: Erik Beyen

Reizthema sozialer Wohnungsbau – Wittich Schobert bezieht Stellung.

Von Erik Beyen, 06.10.2017.
 

Helmstedt. Zwei Wochen von fünf neuen Jahren hat er hinter sich, der alte und neue Bürgermeister der Stadt Helmstedt, Wittich Schobert. In einem Gespräch stellte er sich dieser Tage den Fragen von NH-Redakteurin Maria Lüer. Mit ihr sprach er über Visionen und Pläne für „seine Stadt“ und „seine Dörfer“. Lesen Sie nun: Zu Gast beim Bürgermeister – Teil 2.

Bezahlbarer Wohnraum – das war eines der Reizthemen vor der Wahl. Alle vier Kandidaten forderten ihn. Wittich Schobert differenziert. Er wolle, so der Bürgermeister, das gesamte Spektrum an Mieten abdecken, was nichts anderes bedeutet, als Wohnraum für jeden Geldbeutel zu schaffen. Neben den klassischen Varianten, sprich Sanierung im Bestand durch Investoren, von der Stadt ausgewiesenen und mit entsprechenden Förderprogrammen belegten Sanierungsgebieten und dem traditionellen Eigenheimbau hebt Schobert den sozialen Wohnungsbau hervor.

Geschaffen wird der über die Kreis-Wohungsbaugesellschaft (KWG), deren zweitgrößter Gesellschafter die Stadt Helmstedt ist. Ein Projekt werde derzeit an der Straße Langer Steinweg realisiert. Dort entstehe Wohnraum speziell für Menschen mit Wohnberechtigungsschein und jene, die nur ein sehr eingeschränktes Budget für die Miete haben. Projekte im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus seien eine von vielen Komponenten, um den gesunden Mix zu erhalten. Denn, man saniere auch ganz bewusst Luxuswohnungen.

Wohnen und Leben in Helmstedt, da denkt der Bürgermeister aber auch an den Generationenmix, sprich Projekte im Mehrgenerationenbereich. Eines sind die viel besprochenen Edelhöfe, realisiert von der KWG. Ein Stück Lebensqualität mit einem gewissen Reiz, findet Wittich Schobert, denn gerade die verschiedenen Generationen könnten sich perfekt ergänzen. Alle wichtigen Themen für die nächsten Jahre sind auf die eine oder andere Weise miteinander verbunden.

Wer Wohnraum schafft, muss auch für Arbeitsplätze vor Ort sorgen, damit die Menschen überhaupt einen Anreiz haben, ihren Lebensmittelpunkt nach Helmstedt zu verlegen. So die landläufige Meinung. Da sieht Wittich Schobert Helmstedt auf einem guten Weg. Man habe in der Vergangenheit bereits mittelständische Betriebe ansiedeln können und beobachte auch die Entwicklung von Unternehmen, etwa was Flächen für eine Expansion betrifft. Tatsächlich sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in Helmstedt gestiegen. Diese Entwicklung werde von der Öffentlichkeit nicht vordergründig wahrgenommen, da es sich um viele kleinere Betriebe mit fünf bis 20 Arbeitsplätzen handelt. Entscheidend sei die Summe. Schobert wird konkret: In den vergangenen sechs Jahren hat die Stadt Helmstedt demnach die Schaffung von rund 270 neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen begleitet, sprich beratend und fördernd. Das Arbeitsplatzangebot in Helmstedt sei stabil, zieht der Bürgermeister ein Fazit, aber: Der Mangel an Bewerbern auf Ausbildungsplätze sei auch in Helmstedt ein größer werdendes Problem. Zudem gebe es sehr wohl Unternehmen, die mangels Arbeitskraft- und Fachkräfteangebot nicht in Helmstedt ansiedeln. Das wolle er ändern, indem er unter anderem am Image der Kreisstadt arbeite. Dazu in der nächsten Ausgabe mehr.
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