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Zeichen gegen Atommüll

Mit Treckern nach Gorleben – Kundgebung auf dem Schlossplatz.

Von Martina Jurk, 07.11.2010.


Braunschweig. Mit Höchstgeschwindigkeit 25 km/h machten sich etwa 30 Trecker am Freitag auf den Weg ins Wendland zu den Castor-Transporten. Auf dem Braunschweiger Schlossplatz schlossen sich die Landwirte aus Salzgitter, Wolfenbüttel und Duderstadt, die direkt von Schacht Konrad und Asse II kamen, zusammen. Erstmals beteiligt sich damit ein regionaler Treck an den Protesten in Gorleben, um ein „deutliches Zeichen gegen Atommüll zu setzen“.

„Atomkraft - nein danke“ stand auf den gelben Transparenten, die die Teilnehmer des Trecks ausgerollt hatten. Sogar ein Esel demonstrierte mit. „Konrad + Asse + der Amtsesel lacht“ war auf dem Schild zu lesen, das er trug – ein Protest gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Organisiert wurde der Treck von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. „Wir wollen unseren Unmut kundtun“, rief Landwirt Walter Traube aus Salzgitter-Bleckenstedt. Die Atommüll-Problematik zeige, dass wir die Technik nicht im Griff haben. Verantwortungsvollen Umgang mit dem Atommüll forderte auch Ulrich Löhr vom Landvolk. Vergraben – das sei der falsche Weg, meinte er. „Wir haben alle den Anspruch, dass wir und die kommende Generation gesund leben können“, sprach Löhr im Namen der Landwirte. Pfarrer Dirk Westphal aus Salzgitter-Bleckenstedt schickte den Treck mit seinem und Gottes Segen auf die Weiterreise. Wittingen und Uelzen waren weitere Stationen.
Beim Castor-Transport durch das Wendland sind 16 500 Polizisten im Einsatz, die Mehrzahl von ihnen aus Niedersachsen. Die Braunschweiger Polizei stelle eine Hundertschaft, sagte Sprecher Wolfgang Klages.
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