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Wolfgang Büchs zu den Vorschlägen von OB Hoffmann in der Regionsdebatte

Grundsätzlich ist es schon etwas verwunderlich, wenn sich ein Oberbürgermeister, der sich selbst in vorzeitige Rente geschickt hat, derartig massiv mit Vorschlägen in die Regionsdebatte einbringt. Dadurch besteht die große Gefahr, dass seinem Nachfolger eigene Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten in Sachen Region genommen werden. Das weitere Vorgehen sollte er lieber seinem Nachfolger überlassen, hat sich doch schon in der Vergangenheit oft gezeigt, dass es gerade Hoffmann war, der mit seinem Auftreten eine Lösung in der Regionsdebatte verhindert hat (siehe z.B. BZ vom 15.06.2011: „Nachbarn zeigen Braunschweig die kalte Schulter“)

Insbesondere fährt Dr. Hoffmann damit aber auch seinem eigenem OB-Kandidaten Hennig Brandes (CDU) heftig in die Parade. Dieser wird geradezu entmündigt und zu einer Marionette degradiert. Schon vor dem heutigen Vorstoß Hoffmanns zeigte Brandes in der Regionsdebatte keine klare Linie, sondern äußerte sich extrem gegensätzlich zur Regionsbildung: im Zusammenhang mit zwei Artikeln in der Braunschweiger Zeitung (BZ) zur Entwicklung der Region Braunschweig vom 30.01.2014 („ZGB will neues Gutachten“, Brandes: Region droht Spaltung“) mit Stellungnahmen von Herrn Brandes (CDU) hat der OB-Kandidat für die CDU widersprüchliche Äußerungen getätigt, die nur knapp zwei Monate vorher in einer Ausgabe der CDU-Wahlkampfzeitung „Braunschweig extra“ vom 8.12.2013 verlautbart wurden. Darin fordert Herr Brandes genau die „Zerfledderung“ des Braunschweiger Landes, die er am 30. Januar 2014 beklagt. Innerhalb von nicht einmal 2 Monaten vertreten er (und die CDU?) zwei völlig gegensätzliche Positionen. Es beschleicht einen ein wenig das Gefühl, dass Herr Brandes sich als OB-Kandidat genötigt fühlte, in der Regionsdebatte mit einem verbal „starken“ Statement, das deutliche Kritik an der rot-grünen Landesregierung übt, „Flagge zu zeigen.“
Solche „Hü-und-hott“-Positionen sind das, was wir auch in der Regions-Debatte am wenigsten brauchen. Was will Herr Brandes mit seiner CDU: „Ansprüche stellen und Eingemeindungen“ oder das Braunschweiger Land als gewachsenen Raum vor der „Zerfledderung“ bewahren?
Müssen wir mit ihm als Oberbürgermeister mit ähnlich sprunghaften und diametralen Richtungswechseln in schneller Folge rechnen?
Bezüglich der Regionsdebatte dürfen wir nun gespannt sein, in welchen Wind Brandes nun sein Fähnchen wieder hängt und damit seine Profillosigkeit erneut unter Beweis stellt.
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