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„Wir arbeiten mit Hochdruck“

„Wir arbeiten mit Hochdruck“

Von Martina Jurk, 31.03.2010

Braunschweig. Am neuen Autobahndreieck Braunschweig-Südwest wird mit Hochdruck gearbeit. Vier Wochen Zeitverzögerung durch den langen und strengen Winter müssen aufgeholt werden.

Fast drei Monate lang herrschte Ruhe auf einer der größten Baustellen des Landes. „Der Winter war länger als geplant“, meint Bernd Mühlnickel. Der Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr räumt ein: „Eigentlich wollten wir vier Wochen weiter sein.“ Am Etappenziel, dass bis Ende des Jahres der Verkehr auf der neuen Trasse der A 39 zwischen Salzgitter und Wolfsburg auf insgesamt vier Fahrspuren fließt, wird festgehalten. Die gute Nachricht: Es gibt keine verkehrlichen Änderungen über die bevorstehenden Feiertage. Eigentlich sollte im benachbarten Autobahnkreuz Braunschweig-Süd die neue Okerbrücke an die Autobahn angeschlossen werden. Das soll nun erst nach Ostern geschehen. Aktuell wird parallel an zehn Brücken gearbeitet. Rund 15 Kräne und drei große Bohrgeräte sind auf der Baustelle im Einsatz. „Das Wetter bleibt auch weiterhin eine Unbekannte“, sagt Bernd Mühlnickel. Wie die vier Wochen Zeitverlust wieder aufgeholt werden, würden die am Bau des Autobahndreiecks beteiligten Firmen in Eigenverantwortung regeln.
„Es wird jetzt die längere Helligkeit ausgenutzt und zusätzlich jeden Sonnabend gearbeitet“, betont der Geschäftsbereichsleiter. Er ist überzeugt, dass mit Beginn der zweiten Bau-Etappe alles wieder nach Plan läuft.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde mit dem 92 Millionen Euro teuren Umbau des Dreiecks begonnen. „So komprimiert wie diese Baumaßnahme laufen die wenigsten ab“, meint Mühlnickel. Immerhin würden drei Autobahnen miteinander verbunden werden.
Noch sieht für den Außenstehenden alles nach einem großen Chaos aus. Zu sehen ist im Moment das Entstehen des Brückenbauwerk BSW 5 – so die bautechnische Bezeichnung. Die Brücke wird später die durchgehend trassierte Fahrbahn der A 39 über die Bahnlinie von Braunschweig in den Harz führen. Weithin zu hören ist das Einrammen der Gründungspfähle für die Brückenpfeiler. „Provisorische Rampen werden gebaut für den Anschluss an die A 391, die später wieder verschwinden“, erläutert Streckeningenieur Dominik Kampani.
Die A 391 werde bis auf zwei Ausnahmen (Brückenrückbau und Umlegung von Leitungen) in diesem Jahr nicht angegriffen, so Bernd Mühlnickel. Der Umbau sei schwerpunktmäßig für 2011 vorgesehen. Parallel zu den Erd- und Straßenbauarbeiten wird eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand zwischen Geitelder Weg und Westerbergstraße in Rüningen gebaut. Insgesamt entstehen elf Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 6,6 Kilometern.
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