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Wie hätten Sie’s denn gern?

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (rechts), Thorsten Warnecke, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Umweltschutz (links), und Julian Petrin, Geschäftsführer des mit dem „Denk Deine Stadt“-Dialogprozess beauftragten Hamburger Planungsbüros „urbanista“, vor einer Straßenbahn (Tramino), die für den Dialogprozess wirbt. Sie zeigen die Postkarten mit den drei zentralen Fragen der ersten Beteiligungsrunde. Foto: Stadt BS/Nielsen

Startschuss für großen Beteiligungsprozess zu Braunschweigs Zukunft.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 16.09.2015.

Braunschweig. Ein Beteiligungsprozess, wie ihn die Stadt noch nicht gesehen hat: „Denk Deine Stadt“ heißt das offene Dialogformat, in dem die Menschen sagen können und sollen, wie sie sich ihre Zukunft in Braunschweig vorstellen. „Wir wollen von den Braunschweigerinnen und Braunschweigern wissen, was unsere Stadt in ihren Augen ausmacht, was sie erhalten, aber auch, was sie verändern wollen“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth jetzt bei der Vorstellung der Aktion, die auf sechs Monate angelegt ist.

Dabei würden alle für die Stadt relevanten Aspekte betrachtet, von Städtebau und Kultur über Wohnen, Soziales, Finanzen sowie Verkehr bis hin zu Schulen, Kitas und Freizeit, sagte Markurth. Start ist am Montag (21. September) mit einer großen Auftaktveranstaltung ab 14 Uhr auf dem Platz der Deutschen Einheit.

„Eine solch umfassende Zukunftsplanung hat es in Braunschweig noch nicht gegeben“, sagte der Oberbürgermeister, deshalb sollte sie von der ganzen Stadtgesellschaft getragen werden.
Das Zukunftsbild entsteht von Montag an bis März 2016 in drei aufeinander aufbauenden Runden, in unterschiedlichen Veranstaltungen und an verschiedenen Orten. „Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen“, sagte der Oberbürgermeister. Gleichzeitig können die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen auf der Webseite www.denkdeinestadt.de einbringen. Der gesamte Prozess wird auf der Webseite tagesaktuell begleitet, sodass sich die Bürger jederzeit über anstehende Termine, bisherige Ergebnisse oder stattgefundene Veranstaltungen informieren und auch kommentieren können. Aktuelle Beiträge werden über ein eigens für den Beteiligungsprozess eingerichtetes Facebook-Konto verbreitet.
Die erste Runde bildet ein großer „Stadtcheck“. Er beginnt am Montag (21. September). „Im Fokus stehen drei Fragen“, erläuterte Markurth: „Wo soll sich Braunschweig verändern? Wo soll es so bleiben, wie es ist? Und was fehlt?“ Die Auftaktveranstaltung ist der erste Baustein des „Stadtchecks“. Das Dialogformat „Denk Deine Stadt“ macht in der Folgezeit bis zum 31. Oktober an zehn Tagen Station an verschiedenen gut besuchten Orten in der Stadt.
Die drei zentralen Fragen können zudem auch per Postkarte oder auf der Webseite beantwortet werden. Die frankierten Postkarten liegen in öffentlichen Einrichtungen, Museen, Restaurants, Kneipen und an vielen weiteren Orten aus. Im November startet dann die zweite Runde. Die gesammelten Beiträge werden dafür ausgewertet und in Zukunftsaufgaben übersetzt, die auf der zweiten großen Werkstatt gelöst werden sollen. Im Wettbewerb arbeiten Teams an den besten Lösungen. Alle Bürger sind wieder dazu eingeladen, hier mitzuarbeiten. Am Ende geben Experten eine Einschätzung über die Lösungsvorschläge, und das Publikum stimmt über die besten Lösungen ab.
Die vielen Beiträge, Erkenntnisse und Lösungsansätze werden schließlich für die dritte Runde zu einem Entwurf für das Zukunftsbild zusammengeführt. „Das Zukunftsbild beschließt 2016 der Rat“, erklärte Markurth.
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